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Babygeschrei statt Fangesänge

Island feiert neun Monate nach der EM einen Babyboom

Wie sagte es Gerard Pique letztens nach der magischen Nacht von Barcelona: „Mögen die Krankenhäuser in den nächsten neun Monaten mehr Krankenschwestern einstellen, denn heute wird sehr viel Liebe gemacht.“ Nach dem sensationellen 6:1 kündigte er für Barcelona bereits einen Babyboom an. Mitte Dezember werden wir dann sehen, ob der Innenverteidiger Recht behalten sollte.

Diesen Babyboom gibt es derzeit schon in Island. Warum Island? Vor neun Monaten waren die Isländer eine der Überraschungen bei der EM in Frankreich. Sie spielten furios bis zum Viertelfinale. Dort war dann Schluss. Gegen Frankreich musste man sich mit 2:5 geschlagen geben. Ein Jeder verliebte sich in dieser Zeit in die tapfer aufspielenden Kicker von der einsamen Insel.

Doch anscheinend verliebten sich die nur so vor Glückshormonen trotzenden Isländer auch immer mehr in sich selbst. Genau neun Monate nach dem historischen 2:1-Erfolg über England im EM-Achtelfinal habe es am letzten Wochenende so viele Geburten wie noch nie gegeben, teilte der Arzt Asgeir Petur aus Reykjavik mit. Augenzwinkernd twitterte der Arzt, es tue ihm leid, wenn sie sich nun Sprüche wie «immer rein mit dem Ball» oder «ein Schuss, ein Tor» anhören müssten…

Laut aktuellen Zahlen lebten am 1. Januar 2017 exakt 338.349 Menschen in Island. Und fast alle scheinen sich im letzten Sommer in diesem Video auf einem der Hauptschauplätze der EM zusammengefunden zu haben: