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"Es war kein Traum"

+++ Die drei überlebenden Spieler sprechen nun über ihre Erfahrungen im Moment des Absturzes +++

Der Flugzeugabsturz ging als tragischer Moment in die Geschichte des Sports ein. 71 Menschen, darunter fast das ganze Team von Chapecoense, verloren ihre Leben. Sechs Menschen überlebten das Unglück, darunter ein Journalist, zwei Crew-Mitglieder und drei Spieler des brasilianischen Klubs. Jetzt teilen diese überlebenden Spieler (Neto, Jakson Follmann and Alan Ruschel) ihre Erinnerungen in einem emotionalem Video:

Am 28. November stürzte eine bolivianische Charterflugmaschine kurz vor der Stadt Medellin in Kolumbien aufgrund von Treibstoffmangel ab. Mit an Bord das komplette Team des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense. Flug „LaMIa2933“ war auf dem Weg zum Finalspiel um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional. 71 Menschen ließen ihr Leben, neben Fußballern und Betreuern von Chapecoense auch 20 Journalisten.

Das bis zu dem Absturz der Passagiermaschine in Kolumbien letzte Flugzeugunglück mit getöteten Sportlern ereignete sich vor fünf Jahren. Hier eine kleine Dokumentation aller bekannten Flugzeugunglücke mit Sportlern:

September 2011: Die Passagiermaschine mit dem russischen Eishockey-Team Lokomotive Jaroslawl stürzte unmittelbar nach dem Start in Jaroslawl ab. Mehr als 40 Menschen kommen ums Leben.

April 1993: Auf dem Flug zu einem WM-Qualifikationsspiel im Senegal stürzte die Militärmaschine aus Sambia ins Meer. Dabei kamen alle Spieler der Fußball-Nationalmannschaft ums Leben.

Juni 1989: Auf dem Weg zu einem Wohltätigkeitsspiel auf Paramaribo streifte eine DC-8 der surinamischen Gesellschaft SLM beim Landeanflug einen Baum und zerschellte. Unter den 174 Toten waren 16 in den Niederlanden arbeitende Profifußballer.

Dezember 1987: Ein Flugzeug der peruanischen Marine stürzte vor der Küste von Lima ins Meer. Unter den 43 Todesopfern waren 16 Spieler der Fußballmannschaft Alianza Lima, davon auch vier Nationalspieler.

Oktober 1976: 16 Mitglieder der Fecht-Jugendnationalmannschaft Kubas kamen beim Absturz einer DC-8 bei Bridgetown (Barbados) ums Leben. Nach einer Bombenexplosion an Bord starben insgesamt 73 Menschen.

Oktober 1972: Eine Maschine der uruguayischen Luftwaffe prallte in den chilenischen Anden gegen einen Berg. An Bord war auch eine 40-köpfige Rugby-Mannschaft aus Montevideo. Zehn Wochen später wurden 16 Menschen entdeckt und gerettet. Wohl auch Kannibalismus ließ sie überleben.

Januar 1966: Sieben Mitglieder der italienischen Schwimm-Nationalmannschaft kamen bei Bremen ums Leben, als eine Convair 440 Metropolitan der Lufthansa nach einem abgebrochenen Landeversuch abgestürzt ist.

Februar 1961: 17 amerikanische Eiskunstläufer starben, als ihre Boeing 707-329 beim Anflug auf Brüssel abgestürzt ist. Die Sportler waren auf dem Weg von New York zu den Weltmeisterschaften in Prag.

Februar 1958: Die Fußballmannschaft von Manchester United stürzte auf dem Rückflug von einem Europacupspiel bei Roter Stern Belgrad kurz nach einer Zwischenlandung in München mit einer Chartermaschine ab. Insgesamt starben 23 Menschen, darunter acht Fußballspieler. 15 Insassen überlebten, dazu zählten auch Fußball-Legende Bobby Charlton und Trainer Matt Busby.

Mai 1949: Eine Maschine mit der Mannschaft des FC Turin an Bord streifte auf dem Rückflug von Lissabon bei Turin einen Kirchturm und stürzte ab. Alle 31 Insassen kamen ums Leben, darunter 15 Fußballer.