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Speerwurf für die Geschichtsbücher

Heute vor 33 Jahren warf Uwe Hohn über 100 Meter weit

Uwe Hohn war der wohl beste Speerwerfer der alten Zeit und vermutlich einer der besten überhaupt. Er war verantwortlich dafür, dass der Wettkampf-Speer einen anderen Schwerpunkt bekam und deswegen nicht mehr so weit fliegen kann. Denn am 20. Juli 1984 überbot er eine magische Marke, die seitdem nicht wieder erreicht wurde. Zum ersten Mal flog ein Speer weiter als 100 Meter. Der Neuruppiner Uwe Hohn warf beim Sportfest im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark 104,80 Meter weit. Nicht einmal die Anzeigetafel war für diesen Fall gewappnet, sodass sie nur 04,80 Meter angezeigt hat.

Und eben wegen dieser Speer-Veränderung kann man den Rekord Hohns in keinem Rekordbuch mehr finden, da alle alten Weltrekorde gelöscht wurden. Vergolden konnte er seine Speerkunst allerdings nie so richtig. Aufgrund des Boykotts zahlreicher Ostblockstaaten konnte Hohn bei den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles 1984 nicht starten. Über seinen Wurf würde er heute am liebsten gar nicht mehr reden, sagte er einmal dem Tagesspiegel, auch aufgrund der Doping-Enthüllungen nach dem Ende der DDR. Ob gedopt oder nicht, wird fast jedem DDR-Sportler die Einnahme verbotener Substanzen nachgesagt. Wirklich bewiesen, ist das nur in den wenigsten Fällen.