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Red Bull Racing 2017 – Angriff der roten Bullen

Ziel WM-Spitze - Red Bull und besonders ihre Fahrer sind siegeshungrig

Im vergangenen Formel1-Jahr war Red Bull das Team, das die größten Entwicklungsschritte machen konnte. Mit verbessertem Renault-Motor, der unter der Bezeichnung Tag Heuer wieder an Bord war, machte man aber vor allem Dingen im Bereich der Aerodynamik Boden auf die Konkurrenz gut und wurde zum Mercedes-Jäger Nummer 1. Shootingstar Max Verstappen und Daniel Ricciardo bleiben natürlich auch 2017 an Bord, womit das Team aus dem englischen Milton Keynes ohne Zweifel über eines der schnellsten und hungrigsten Duos im Feld verfügt.

Ricciardo und Verstappen – Teamduell an der Spitze

Der 27-Jährige stets gut gelaunte Australier Daniel Ricciardo machte schon Sebastian Vettel das Leben mehr als nur schwer, mittlerweile ist er ein fester Bestandteil der Top-Piloten im Formel1-Zirkus. Mit Max Verstappen hat man bei Red Bull das Talent der letzten Jahre schlechthin im Cockpit sitzen. Beide Fahrer konnten 2016 zuschlagen, wenn Mercedes Federn lassen musste, auch Ferrari hatte dann keine Chance. Das teaminterne Duell wird 2017 an Intensität zunehmen, beide sind erfolgshungrig und geben nicht nach. Teamchef Christian Horner wird 2017 sicher noch mehr zu tun haben, um intern die Ruhe bewahren zu können. Das kann und wird dazu führen, dass man sich ein wenig selbst ausbremst, die Entwicklung des Zweikampfes der Teamkollegen dürfte sehr brisant werden.

Max Verstappen

Ausblick 2017 – Zurück an die Spitze

Mit den neuen Formel1-Regeln ändert sich technisch im kommenden Jahr deutlich mehr in der Königsklasse. Auf dem Gebiet der Aerodynamik war und ist Red Bull Racing dank Technikguru Adrian Newey immer noch der Klassenprimus, in Sachen Piloten hat man lediglich das Problem, dass beide sich gegenseitig im Weg stehen könnten.

Red Bull will mit aller Macht zurück an die WM-Spitze und im kommenden Jahr wird man Weltmeister Mercedes mit Sicherheit deutlich mehr auf den Pelz rücken können. Zwar ist der unter der Marke Tag Heuer an den Start gehende Renault-Motor auch in diesem Jahr nicht auf Mercedes-Niveau, doch insgesamt sollten die roten Bullen ein Paket im Gepäck haben, das von Anfang an um Grand Prix-Erfolge mitkämpfen kann. Der Bolide wirkt für die neue Saison aufgeräumt, ohne für die ganz große Innovation zu sorgen, Titelverteidiger Mercedes war bei den ersten Testfahrten eine Nasenlänge voraus, doch in Sachen Entwicklung kann man von der Mannschaft einiges erwarten.

Daniel Ricciardo

Blick in die kurze Formel1-Historie

Erst seit 2005 ist das Team von Red Bull Racing als eigenständiges Team in der Formel 1 am Start. Trat man vorher nur als Sponsor auf, übernahm man Ende 2004 das Jaguar-Team und ging fortan selbst an den Start. 2009 konnte man bereits die ersten Siege einfahren, bevor von 2010 bis 2013 die erfolgreichsten Jahre folgten. Viermal konnte Sebastian Vettel den Weltmeistertitel einfahren, ebenso häufig gewann man den Titel bei den Konstrukteuren. Red Bull hatte den Aufstieg zum absoluten Spitzenteam in der Formel 1 geschafft.

Red Bull F1 2005

Nach den erfolgsverwöhnten Jahren musste man dann zwar Mercedes die WM-Spitze überlassen, entwickelte stets beständig weiter, um dieses Jahr wieder anzugreifen. 2017 sollte Red Bull wieder eine größere Rolle beim Kampf um die WM-Krone spielen, die roten Bullen sind angriffsbereit. Abergläubisch ist man dabei nicht, der neue Bolide trägt die Nr. 13 – der RB13 soll das Team wieder in glückliche Zeiten führen. Zu Saisonbeginn wird man augenscheinlich noch nicht die stärkste Kraft sein, zu stark ist Mercedes aus dem Stand heraus, doch Red Bull hat schon im Vorjahr bewiesen, was bei der Truppe in Sachen Entwicklung möglich ist.