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Audi zieht sich aus dem Langstreckenmotorsport zurück

Autobauer Audi wird künftig in der Formel E starten.

Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Automobilhersteller Audi kündigte an, nach 18 Jahren aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auszusteigen. Damit muss zukünftig auch das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen von Le Mans ohne den deutschen Rennstall auskommen. Vorstandschef Rupert Stadler teilte seinen Mitarbeitern der Motorsport-Abteilung mit, dass sich Audi im Rennsport künftig anders aufstellen und in der rein elektrischen Formel E einsteigen wird. Damit soll der bereits fortgeschrittene Umbruch vom klassischen zum elektrischen Antrieb im Straßenverkehr auch im Motorsport vorgelebt werden.

Rückzug leitet Umbruch im gesamten Konzern ein

Der Rückzug von Audi wird aller Voraussicht nach aus Konsequenzen auf weitere Marken des Volkswagen-Konzerns haben. Aktuell werden Gerüchte laut, dass sich VW bis Ende 2017 aus der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zurück ziehen wird. Damit bleibt der WEC nur noch Porsche als Volkswagen-Vertreter erhalten. Pierre Fillon, Präsident des Automobile Club de l’Ouest (ACO), der unter anderem die 24 Stunden von Le Mans ausrichtet, bedauert den Abschied der Marke Audi aus der Langstreckendistanz.

Mit dem Ausstieg von Audi geht eine mehr als erfolgreiche Ära in der WEC zu Ende. Seit 1998 fuhr der Autobauer insgesamt 13 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans ein. In 185 Renneinsätzen siegten die Audi-Piloten 106 Mal und fuhren 80 Mal auf die Pole-Position. Neben dem Neueinstieg in die Formel E wird Audi weiterhin in der DTM um Titel fahren. Audi-Chef Stadler betonte, dass das Rennen um die Zukunft elektrisch ausgetragen werden wird. Es wird sich daher zeigen, wie lange der Volkswagen-Konzern weiterhin am klassischen Motorsport teilhaben wird. Bis dahin schauen wir uns gerne Highlights auch aus vergangenen Jahren an:

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages