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Crash verhindert ein optimales Wochenende

+++ Maximilian Günther vor heftigem Crash zwei Mal auf dem Podium +++

Es ist seine absolute Lieblingsstrecke und deswegen ging Maximilian Günther mit viel Vorfreude in die drei Meisterschaftsrennen in Spa-Franchorchamps. Nach den Rennen kann man nüchtern zusammenfassen, dass Maximilian Günther seinen Meisterschaftsvorsprung in der FIA Formel-3-Europameisterschaft weiter behalten hat und nur leicht einbüßen musste. Der amtierende Vize-Europameister der Formel 3 erzielte beim sechsten Rennwochenende in Spa-Francorchamps zwei Podestplätze (in insgesamt 11 von 18 Rennen stand Günther auf dem Podium), aber auch einen Ausfall. Es war sein erster Ausfall überhaupt in dieser Saison. Vorher hatte er in 17 Rennen auch 17 Mal gepunktet und war der mit Abstand konstanteste Fahrer der Serie.

Platz 3 im ersten Rennen für Maximilian Günther

„Mir ist von Platz vier ein richtig guter Start geglückt und ich habe sofort Druck auf die Spitze ausgeübt. Nach der Eau Rouge hatte ich bereits zwei Plätze gutgemacht und lag auf Position zwei. Allerdings war die Balance meines Autos nicht perfekt, deshalb konnte ich den Führenden nicht angreifen. Das war letztlich auch der Grund, warum ich den zweiten Platz nicht über die Ziellinie retten konnte. Platz drei war das Maximum mit meinem Auto. Das waren wichtige Meisterschaftspunkte, die ich aus dem ersten Lauf mitgenommen habe“, so Maximilian Günther nach dem ersten Rennen gegenüber dem Motorsport-Magazin.

Wieder Platz 3 im zweiten Rennen für Maximilian Günther

„Der Start lief ähnlich stark wie im ersten Rennen. Ich habe mich erneut von Startplatz vier auf den zweiten Rang verbessert. Vor allem der Zweikampf mit meinem Teamkollegen Callum Ilott hat richtig viel Spaß gemacht. Wir haben mehrfach die Positionen gewechselt. Ich lag über weite Strecken in Führung, konnte aber keine größere Lücke aufreißen. Die Reifen haben stark abgebaut und die Balance meines Autos war immer noch nicht ideal. Ich musste mit stumpfen Waffen kämpfen. Ins Ziel kam ich erneut als Dritter. Einer meiner Hauptkonkurrenten im Kampf um die Meisterschaft kam nicht ins Ziel, deshalb waren die Punkte umso wichtiger“, Maxi Günther nach dem zweiten Podium in Spa.

Crash verhindert einen weiteren Podiumsplatz

Beim dritten Rennen in Spa-Francorchamps fiel Günther von Startplatz drei in Folge eines Kontakts mit einem anderen Fahrer vorzeitig aus. „Es begann genau wie beiden anderen Rennen: starker Start und schnell auf Platz zwei vorgefahren. Die Pace war aber nicht ideal und nach ein paar Runden lag ich auf Platz vier. Während ich gerade den Windschatten meiner Vordermänner ausnutzte, kam es zum Duell mit einem anderen Auto. Ich habe ihm genug Platz gelassen. Aber er hat ihn nicht genutzt und es kam zur Berührung. Das sah natürlich unglücklich aus, aber die Rennleitung wertete es als normalen Zwischenfall. Das Rennen hatte ich mir sicherlich anders vorgestellt, aber solche Dinge passieren eben im Motorsport.“, sagte ein enttäuschter Maximilian Günther nach dem dritten Rennen.

In der Gesamtwertung der stärksten Nachwuchsserie der Welt liegt der 20-Jährige mit 266 Punkten weiter vor Lando Norris (248) an der Spitze. Darauf folgt Joel Eriksson mit 240 Zählern.

Günther und der F3-Tross reisen als nächstes zum siebten Rennwochenende der Saison 2017 nach Zandvoort. Auf dem niederländischen Traditionskurs an der Nordseeküste startet die Formel 3 vom 18. bis 20. August wieder gemeinsam mit der DTM. „Zandvoort macht eine Menge Spaß. Man hat dort eigentlich gar keine Ruhezeit, eine Kurve folgt auf die nächste und jede einzelne hat ihren eigenen Charakter. Vor allem die schnellen Kurven sind technisch sehr anspruchsvoll, so etwas liegt mir. Die Bodenwellen und Steilkurven fordern Fahrern und Autos einiges ab. In der vergangenen Saison habe ich ein Rennen in Zandvoort gewonnen und stand zweimal auf dem Podium. Daran wollen wir dieses Jahr anknüpfen“, so der angriffslustige Rettenberger.