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Helden der Formel 1 – Michael Schumacher

Rennlegende der Königsklasse – Schumachers Karriere brach alle Rekorde

Von 1991 bis 2012 war Michael Schumacher in der Formel 1 aktiv. Der Kerpener brach in dieser Zeit alle Rekorde. Seine 7 WM-Titel – ein Rekord für die Ewigkeit. Seit seinem Ski-Unfall im Dezember 2013 bangt die Sportwelt und die gesamte Öffentlichkeit um seinen Gesundheitszustand. Nach außen dringt nichts – wie es um den mittlerweile 48-Jährigen wirklich bestellt ist, weiß nur seine Familie und die engsten Vertrauten.

Sein Sohn Mick Schumacher wandert unterdessen auf den Spuren des Vaters und Rekord-Formel1-Champions. In diesem Jahr geht er in der Formel 3 an den Start, sein Ziel ist klar: Formel 1-Weltmeister. Auch der Weg von Michael Schumacher zu diesem Ziel ging über die Formel 3. Begonnen hat für Schumi damals alles, wie bei so Vielen, im Kartsport. Im Alter von vier Jahren hatte er bereits seinen ersten fahrbaren Untersatz, ein Jahr später folgte der erste Sieg und danach die erste Clubmeisterschaft.

Über die Formel König, in der er Meister werden konnte, ging es in die Formel 3, wo er nach der Vizemeisterschaft zum Mercedes-Junior wurde. Parallel zur Sportwagen-WM gewann er die Formel 3 ein Jahr später und empfahl sich für höhere Aufgaben.

Formel 1 Einstieg mit Ausrufezeichen

Vor dem Großen Preis von Belgien 1991 benötige Eddie Jordan für sein neues Formel 1-Team einen Fahrer. Der Kontakt zum damaligen Manager von Schumacher, Willi Weber, war bereits vorhanden, so kam es zum Einsatz auf der Rennstrecke von Spa-Francorchamps.

Der Teamboss fragte vorher an, ob der Deutsche hier schon mal war – die Frage wurde bejaht. Ob Schumacher zu diesem Zeitpunkt bereits mal in Spa war, mag sein, jedoch nie auf der Rennstrecke. Eine kleine Notlüge, aber für den Weg in die Königsklasse damals sinnvoll. Schumacher überzeugte im Jordan-Boliden dann bei Tests in Silverstone und qualifizierte sich sensationell als Siebter.

Der Grand Prix brachte ihm aber kein Glück, nach 500 Metern rollte er mit Kupplungsschaden aus. Doch er hatte ein Ausrufezeichen gesetzt und wurde prompt von Benetton-Team rund um Flavio Briatore verpflichtet. Der Weg des Deutschen an die Spitze war unaufhaltsam.

Formel 1 mit Benetton – die ersten beiden WM-Titel

Altmeister Nelson Piquet war nun der Teamkollege Schumachers, doch der Ex-Weltmeister hatte direkt das Nachsehen gegen den jungen Kollegen. So sollte es in den Folgejahren auch seinen Benetton-Teamkollegen gehen. Martin Brundle, Riccardo Patrese, Johnny Herbert und so weiter – alle hatte keine Chance.

Der erste Grand Prix-Sieg folgte 1992 an gleicher Stelle wie sein Debüt. In Spa konnte er seinen Benetton-Ford mit geschickter Taktik trotzt unterlegenem Material zum Sieg steuern. WM-reif war das Team und das Fahrzeug dann endgültig 1994. In einem schweren Formel 1-Jahr, als die Königsklasse die tödlichen Unfälle von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger zu beklagen hatte, lief es auf ein Duell von Schumacher gegen Williams-Pilot Damon Hill hinaus. Eine Kollision der beiden Hauptakteure beim letzten WM-Lauf in Australien beendete das Duell. Michael Schumacher hatte es geschafft und seinen ersten Formel 1-Titel errungen. 1995 folgte die zweite Weltmeisterschaft, danach war es an der Zeit für etwas Neues.

Schumacher und Ferrari – eine Erfolgsära

Der Wechsel zu Ferrari sollte mehr als erfolgreich werden. Nachdem der 1996er Bolide der Italiener nicht überzeugten konnte, war es Schumi, der diesen damals unförmigen Formel 1-Wagen trotzdem zu drei Siegen fuhr.

Ab 1997 musste man allerdings in Sachen WM-Titel immer mit Michael Schumacher rechnen. Sein dritter Titel musste jedoch bis zum Jahr 2000 warten, vorher gab es das verlorene Titelduell mit Jacques Villeneuve bei Williams und Mika Häkkinen bei McLaren, dazu kam ein Unfall 1999 in Silverstone, der daraus resultierende Beinbruch zwang ihn zu 5 Rennen Pause.

Ab 2000 bis 2004 hieß dann aber der Titelträger wieder Michael Schumacher. 5 Titel in Folge, der Deutsche führte die Scuderia Ferrari zu neuen Höhen, die sie seitdem nie wieder in dieser Form erreichen konnte. Nach zwei weiteren Jahren, in denen er Dritter und Vizeweltmeister wurde, verkündete er seinen Rücktritt.

Silbernes Karriereende – Comeback bei Mercedes

Die Laufbahn in der Formel 1 endete für Michael Schumacher dort, wo er Anfang der 90er Jahre seinen Aufstieg im Motorsport begonnen hatte. Damals als Mercedes-Junior unterwegs, entschloss er sich für ein Comeback beim Mercedes F1-Team. Von 2010 bis 2012 trat er nochmals in der Formel 1 an, ein weiterer Sieg war ihm aber nicht vergönnt. Dennoch hatte er seinen Anteil am Aufstieg des Mercedes-Werksteams, der ab 2014 deutlich sichtbarer wurde.

Michael Schumachers Karriere in der Formel 1 hat oft polarisiert, hin und wieder gab es harte Manöver, das bleibt bei den Großen des Sports aber nicht aus. Viele seine Rekorde sind für die Ewigkeit – 91 Grand Prix-Siege und 7 WM-Titel sind eine Marke, die wohl nie jemand wieder erreicht. Es bleibt zu hoffen, dass sich sein Gesundheitszustand bessert, wie immer er jetzt auch sein mag. Alles Gute Michael Schumacher oder „KeepFightingMichael“.