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Justin Kunz – Vorfreude auf NASCAR in Deutschland

Deutscher Nachwuchsrennfahrer freut sich auf sein Heimspiel in Hockenheim

Die Saison des europäischen NASCAR-Ablegers ist in vollem Gange – mit dabei in seinem zweiten Jahr ist der deutsche Youngster Justin Kunz. Der 20-Jährige gibt uns einen kurzen Einblick auf die bisherige Saison und was in den nächsten Rennen zu erwarten ist:

Der Weg von Justin Kunz in die EuroNASCAR ist alles andere als der klassische Karriereweg eines Nachwuchsrennfahrers. Kunz begann seine Karriere erst im Jahr 2011 im Kartslalom, bevor er 2012 auf Anhieb Meister in Baden-Württemberg werden konnte. Den Titel holte er sich im Team von Eurokart, für das übrigens auch ein gewisser Michael Schumacher einmal an den Start ging.

Danach machte Justin Kunz Halt im Autoslalomsport, wo er ebenfalls Meisterehren einfahren konnte. Überzeugen konnte er danach in der Sports Car Challenge, einer Meisterschaft für Sportprototypen, in der er mit einem leistungsschwächeren Boliden das Feld ordentlich aufmischte, einen Sieg feierte und die Rookie-Meisterschaft gewinnen konnte.

NASCAR in Amerika - das große Ziel

Seine Begeisterung für den amerikanischen NASCAR-Sport führte nach verschiedenen Testfahrten eindeutig zu der Überzeugung, künftig in den gut 400 PS starken V8-Boliden der NASCAR Euro-Serie an den Start zu gehen. Seit 2016 ist der ambitionierte Youngster hier am Start, seine fahrerischen Qualitäten haben das belgische Meisterteam rund um Anthony Kumpen überzeugt, so dass er in diesem Jahr für die Mannschaft von PK Carsport an den Start geht.

Der Wettbewerb in der Euro NASCAR-Rennserie hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, Kunz konnte sich mit der gewonnenen Erfahrung aus dem Vorjahr 2017 schon deutlich steigern. Kein einfaches Unterfangen, wenn man auf die Konkurrenz blickt. Sechsmal am Jahr tritt der Deutsche für zwei Rennläufe an einem Wochenende an. Außerhalb davon sitzt Kunz kaum im Rennwagen.

Für dieses Jahr stehen lediglich noch Testfahrten im September auf dem Programm. Viele seiner Konkurrenten gehen zusätzlich noch in anderen Rennserien an den Start, für den deutschen Youngster gilt das nicht. Ohne ein Förderprogramm im Hintergrund gilt es für Kunz nicht nur seine Laufbahn auf der Strecke weiter nach vorne zu bringen, sondern auch abseits davon.

NASCAR in Deutschland – Gastspiel in Hockenheim

Justin Kunz geht das aber durchaus gelassen an und konzentriert sich auf das, was ihm am meisten Freude bereit: Am Steuer seines Chevrolet mit der Startnummer #11 Runden drehen. Das wird er 2017 auch erstmals auf dem Hockenheimring tun. Während die Formel 1 in diesem Jahr dem badischen Motodrom fernbleibt, feiert man am letzten Juli-Wochenende hier das erste American Fan Fest.

NASCAR in Deutschland – sicher ein Event mit Ausnahmestellung. Kunz, dessen Heimatort nur eine gute Autostunde südlich des Hockenheimrings liegt, kann es jedenfalls kaum erwarten, den 5,7 Liter Motor hier zum Leben zu erwecken. Alles mit Hinblick auf das große Ziel : Eines Tages NASCAR in Amerika zu fahren.

Justin Kunz Euro NASCAR