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Maximilian Günther – Neuer Stern am Motorsport-Himmel

Mit 19 Jahren gilt Maxi Günther als eines der größten Talente des deutschen Motorsports

Die Formel 3 ist immer noch der entscheidende Schritt, um den Weg weiter in Richtung Königsklasse zu gehen. Die Formel 1 ist auch Ziel eines der Talente schlechthin, die aktuell im Motorsport unterwegs sind. Maximilian Günther geht 2017 wieder in der Formel 3 Euroserie an den Start – das Ziel des 19-Jährigen ist ganz klar der Titelgewinn.

2017 – Heiß auf den Titel und unterwegs mit Mercedes-Stern

In seinem dritten Jahr in der Formel 3 will Günther es endlich bis ganz nach oben. Nach der Vizemeisterschaft und vier Laufsiegen im Vorjahr ist der Fokus 2017 ganz klar. Die Meisterschaft muss her – im Heck wird der Bolide wieder von einem Mercedes-Motor angetrieben. In diesem Jahr wird aber auch das ein oder andere Mal der entsprechende DTM-Bolide mit Stern das zu Hause von Günther sein. Die Stuttgarter beförderten den Allgäuer erst kürzlich zum Test- und Ersatzfahrer, nachdem er bei Tests mehr als beeindrucken konnte.

Mercedes tut gut daran, sich das junge Talent frühzeitig zu sichern, denn an Maxi Günther musste man und muss man auch in Zukunft erst mal vorbei. Im Alter von neun Jahren begann Günther mit dem Kartsport, dem er bis 2010 treu blieb. Im letzten Kart-Jahr konnte er die ADAC KF3-Kartmeisterschaft für sich entscheiden. Sein Einstieg in den Formelsport folgte danach mit einem Jahr Vorbereitung und Rennpause.

Erfolge im Formel-Sport

Den Startschuss für die Karriere im Monoposto war dann die ADAC Formel Masters Serie. Zwar musste sich Günther hier zweimal mit der Vizemeisterschaft begnügen, stellte aber einen Rekord für die Ewigkeit auf. 21 mal kletterte er aufs Podium und 14 mal konnte er mit der Pole Position den besten Startplatz für sich beanspruchen. Die Masters-Serie hat ihren Betrieb längst eingestellt, so dass Günther schon in frühen Jahren in den Geschichtsbüchern der Nachwuchsklassen verewigt wurde.

2015 folgte dann bereits der Einstieg in die eng und hart umkämpfte Formel 3, letztes Jahr konnte Günther dann bereits um die Meisterschaft kämpfen. Das letzte Mal, dass vorher ein deutscher Fahrer um den Titel gekämpft hat, war 2008, als ein gewisser Nico Hülkenberg vorne lag. Dem aktuellen Renault-Formel 1-Piloten möchte es der Youngster nun gleich tun und 2017 in Sachen Meisterschaft zuschlagen.

Formel 3 als Sprungbrett in die Formel 1

An seiner Seite geht dann ein anderer Nachwuchsmann aus Deutschland an den Start – Mick Schumacher wird in seinem ersten Formel 3-Jahr von Maxi Günther sicher das ein oder andere lernen können. Der konnte neben seinen Rennsiegen 2016 insgesamt 13 mal auf das Podest klettern und sich sieben Pole Positions im schnellsten Klassenzimmer der Welt sichern. Und wie schnell der Weg aus der Formel 3 in die Formel 1 gehen kann, das hat zuletzt Max Verstappen bewiesen, der ebenfalls aus der Europameisterschaft den Sprung geschafft hat.

Maximilian Günther hat ohne Zweifel das Rüstzeug, um den Weg Richtung Formel 1 weiterzugehen. Nicht umsonst wurde er im letzten Jahr zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres gekürt und von der Deutschen Post Speed Academy bereits zum zweiten Mal als Deutschlands Motorsport-Talent des Jahres ausgezeichnet. Der Druck wird dadurch nicht weniger, aber im Rennwagen weiß der Allgäuer, der neben der deutschen auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, genau, was er tut. Ein baldiges Wiedersehen in der Formel 1 ist daher alles andere als ausgeschlossen.