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Mick Schumacher – Königsklasse im Visier

Der Sohn von Michael Schumacher auf dem Weg nach oben

Mit seinen noch 17 Jahren macht der Sohn von Michael Schumacher in diesem Jahr seine ersten Schritte in der Formel 3. Auf der Bühne der Formel 3-Euroserie wird der Druck auf den jungen Deutschen wachsen, das steht außer Frage.

Das Ziel des Youngsters unterscheidet sich nicht von denen seiner Kollegen. Die Formel 1 soll es eines Tages werden. Schon jetzt wird der Sohn des Rekord-Formel 1-Weltmeisters mit Ferrari und Mercedes in Kontakt gebracht, dabei hat Schumacher noch kein einziges Rennen in der Formel 3 bestritten. Der berühmte Name kann Türen öffnen, ist aber oft genug auch eine schwere Bürde.

Start im Motorsport – Die Bürde des Namens

Als Mick Schumacher mit dem Rennsport begann, trat er noch unter dem Mädchennamen seiner Mutter an, um höhere Aufmerksamkeit zu vermeiden. Als er nach guten Ergebnissen Ende 2014 zu ersten Testfahrten in ein Formel 4-Fahrzeug stieg, wuchs auch plötzlich das mediale Interesse an der Nachwuchsserie, die hier bislang kaum eine Rolle spielte. Sein Debütjahr im Monoposto-Rennwagen hatte Höhen und Tiefen, von Rennsieg bis hin zur Sperre. Da er jetzt unter seinem richtigen Namen antrat, war die Aufmerksamkeit enorm gestiegen.

Sabine Kehm kümmert sich behutsam um die medialen Belange rund um Mick Schumacher, wie schon bei seinem berühmten Vater. Bis auf wenige Ausnahmen werden Interviewanfragen meist abgelehnt, Fragen nach dem Zustand seines Vaters dürfen nicht gestellt werden und das ist auch gut so. Im März wird Schumacher junior 18 Jahre alt und steht noch am Anfang seiner Karriere im Motorsport. Der Druck auf ihn wird stetig größer, damit muss er umgehen können neben seiner sportlichen Lernphase.

Talent hat Mick Schumacher ohne Zweifel, dazu wird seine Karriere sehr behutsam aufgebaut. Nachdem er 2016 sowohl in der deutschen, als auch italienischen Formel 4 am Start war und hier jeweils die Vizemeisterschaft holen konnte, steht nun mit der Formel 3 ein großer Schritt an. Wenn er sich hier bewähren kann, ist der Weg bis hin in die Königsklasse nicht mehr weit.

Um sich besser auf das nächste Jahr vorzubereiten bestritt der Deutsche kürzlich die indische MRF-Challenge, eine Rennserie mit Formelfahrzeugen, die den Boliden der Formel 3 ähnlich sind und rund 215 PS leisten. Harrison Newey, Sohn von Formel 1-Technikguru Adrian Neway, und Joey Mawson bezwangen hier aber Schumacher. Bis vor kurzem hätte man davon kaum Notiz genommen, der berühmte Name brachte auch die kleine Nachwuchsserie in die Schlagzeilen.

Der Druck wächst – hohe Erwartungen in der Formel 3

Die Erwartungshaltungen sind auch 2017 hoch, wenn er für eines der Top Teams im Nachwuchssport an den Start gehen wird. Allerdings sind seine Teamkollegen bei der Mannschaft von Prema Power deutlich erfahrener und hier direkt um den Titel mitzufahren ist eine utopische Vorstellung. Schumacher weiß das, allerdings richtet die Öffentlichkeit immer mehr den Fokus auf den jungen Nachwuchsrennfahrer mit dem berühmten Vater. Der Druck ist längst Teil seiner Laufbahn geworden, bislang kann er jedoch gut damit umgehen.

Schnell und gut ist Mick Schumacher und so groß die Bürde seines Namens doch ist, kann dieser ihm am Ende die Türen öffnen, um die nächsten Schritte zu gehen. Die Formel 1 ist aktuell noch weit weg, selbst bei einer guten Debütsaison wird es für Schumacher schwierig, die notwendige Superlizenz, den Formel 1-Führerschein, zu erhalten. Hier hat die oberste Motorsportbehörde, die FIA, ein Punktesystem eingeführt, so dass nur Piloten mit ausreichend Erfahrung und Erfolgen diese erhalten können.

Um bereits in ein F1-Cokpit im Jahr 2018 zu klettern, wäre Gesamtrang Drei in der Formel 3 erforderlich. Ein weiteres Jahr im Feld der Formel 3 Euroserie kann zudem nicht schaden – aufhalten wird es Mick Schumacher vom Weg in die Formel 1 aber sicher nicht.