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Alex Zverev bereit für den großen Coup?

Der 20-Jährige möchte in die Fußstapfen von Angelique Kerber treten

Seit gestern läuft in New York mit den US Open das vierte und letzte Grand Slam der Saison. Aus deutscher Sicht stellen sich hierbei zwei große Fragen. Ist Alex Zverev bereit für den ersten Grand-Slam-Sieg und kann Angelique Kerber wieder zur alten Form finden?

Heute früh gewann der 20-Jährige sein Erstrunden-Match gegen den Qualifikanten Darian King aus Barbados glatt in drei Sätzen (7:6, 7:5, 6:4) und unterstrich damit vor den Augen von Musikproduzent und neuerdings auch Modedesigner Pharrell Williams (er entwarf die neue Adidas-Kollektion u.a. für Alexander Zverev) seine aktuelle Top-Form. Fünf Turniersiege konnte der Hamburger in dieser Saison bereits einfahren. Alleine im August gewann er zwei Hartplatz-Turniere und schickte dabei Roger Federer in Montreal glatt in zwei Sätzen nach Hause. Die Absagen von Titelverteidiger Wawrinka sowie von Murray und Djokovic erhöhen tatsächlich die Chancen auf den ganz großen Wurf des Deutschen. Doch im Normalfall, kommt dieser Schritt zu früh und es wird auf einen Zweikampf zwischen den Dominatoren der Saison hinauslaufen. Bei einem Sieg könnte Roger Federer dabei auf erstmals nach 2012 wieder auf Rang eins der Weltrangliste klettern und seinen ewigen Konkurrenten Nadal vom Platz an der Sonne verdrängen.

Auch wenn ein Sieg des an Nummer vier gesetzten Deutschen in diesem Jahr auf Grund der starken Performance von Federer und Nadal noch unrealistisch scheint, kann Zverev an einem „Sahnetag“ definitiv jeden Spieler auf der Tour schlagen.

Für Kerber schließt sich der Kreis

Als Titelverteidigerin reist Angelique Kerber nach New York. Durch ihren Triumph im Vorjahr kletterte sie als erst zweite deutsche Tennisspielerin überhaupt auf Rang eins der Weltrangliste. Doch seitdem scheint ihr das Glück und die Leichtigkeit abhanden gekommen zu sein. In diesem Jahr gab es für die Kielerin lediglich einen Finaleinzug in Monterrey. Heute gilt es gegen Naomi Osaka gut in das Turnier zu starten. Kerber gibt sich entspannt und hofft an einem magischen Ort auf die Wende. Um diese genau jetzt einzuleiten, hat sich Kerber wieder die Dienste ihres ehemaligen Trainers Benjamin Ebrahimzadeh gesichert. Der hat sie zusammen mit ihrem aktuellen Trainer, Torben Beltz, wieder "in die Spur gebracht". Unter anderem kann man feststellen, dass sie nun wieder deutlich sportlicher unterwegs ist, nachdem Kerber sich in weiten Teilen des Jahres doch manchmal eher hat hängen lassen. Wir hoffen nun mit ihr auf die Wende und erinnern nochmal an ihren großen Erfolg.