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Aus Hass wurde (Fan)Liebe

Dortmunder zeigten ihre Gastfreundschaft

Bei einem Angriff auf den Dortmunder Mannschaftsbus waren vor dem Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco gegen 19.15 Uhr drei vermutlich in einer Hecke platzierten Sprengsätze auf der Fahrt in den Signal-Iduna-Park explodiert. Die dreifach verstärkten Scheiben des Busses gingen durch die Wucht der Detonationen trotzdem zu Bruch. Dadurch wurden BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizeibeamter verletzt. Wie sich heute morgen herausstellte zog sich der BVB-Innenverteidiger dabei eine gebrochene Speiche im rechten Handgelenk und diverse Fremdkörpereinsprengungen im Arm zu. Er wurde in der Nacht schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert und dort operiert.

Wie es dem Spieler gehe, könne man noch nicht genau sagen, sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball am Mittwochmorgen im ZDF-“Morgenmagazin“. „Weil wir ihn noch nicht haben sprechen können.“ Die Partie wird am Mittwochabend um 18.45 Uhr nachgeholt. Auch wenn in Dortmund gefühlt noch keiner an Fußball denken mag, bezeichnete BVB-Boss Hans-Joachim Watzke die Neuansetzung keine 24 Stunden nach dem Vorfall als alternativlos. „Es gab dazu keine Alternative, weil die Terminsituation zwischen Viertel- und Halbfinale nichts anderes zulässt“, sagte er. Rauball „traue der Mannschaft das zu, dass sie das schafft.“

Nach der Absage eine Welle an Menschlichkeit

Nach der Bombenexplosion war an ein Champions-League-Spiel vor Ort nicht mehr zu denken. Damit Auswärtsfans nicht auf der Straße stehen, boten BVB-Fans ihre Gästebetten an. Mit dem Hashtag #bedforawayfans setzten die BVB-Anhänger ein Zeichen für Liebe und Menschlichkeit. Zahlreiche Monegassen, die ihre Heimfahrt eigentlich in der Nacht oder am frühen Morgen ohne Hotelaufenthalt angetreten hätten, nahmen dieses Angebot war und verbrachten so den Abend mit deutschen Spezialitäten und dem 3:0 von Juventus Turin gegen den FC Barcelona.

Titelbildquelle: facebook/BorussiaDortmund