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Ausschluss von Klub-Legenden bei Galatasaray

Erdem und Sükür nach politischem Druck ausgeschlossen

Eigentlich gilt, dass Politik im Sport nichts zu suchen hat. Oft genug ist dem allerdings nicht so. So hat der türkische Fußballklub Galatasaray Istanbul nun auf Druck der Erdogan Regierung die beiden Klub-Legenden Arif Erdem und Hakan Sükür aus dem Verein ausgeschlossen. Dies sogar obwohl die Mitglieder noch am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung gegen den Ausschluss der beiden ehemaligen Mittelstürmer gestimmt hatten. Der offizielle Grund der Vereinsführung für den Ausschluss waren seit Jahren fehlende Mitgliedsbeiträge.

Sowohl Sükür als auch Erdem sollen angeblich der Gülen-Bewegung angehören, welche von der türkischen Regierung als Urheber des gescheiterten Putschversuches ausgemacht wurde.

Um die sportliche Seite dieser fragwürdigen Entscheidung zu zeigen, braucht man sich nur die Vita der beiden ehemaligen Offensivspieler anzuschauen.

Erdem und Sükür – die Erfolgsgaranten

Der heute 45-jähirge Erdem spielte insgesamt dreizehn Jahre für Galatasaray. Er wurde in dieser Zeit sieben Mal türkischer Meister und holte fünf Mal den Pokal. Hakan Sükür (45) lief ebenfalls dreizehn Jahre für den Traditionsklub auf. Er gewann insgesamt acht Mal die Meisterschaft und sechs Mal den Pokal. Darüber hinaus ist Sükür sogar Rekordtorschütze der Türkei.

Erdem und Sükür bildeten das wohl erfolgreichste Sturmduo der Vereinsgeschichte (gemeinsam 6 x Meister, 5 x Pokalsieger). Im Jahr 2000 gelang Galatasaray Istanbul,  angeführt von den beiden ausgebooteten Fußballern, der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. In Kopenhagen wurde Arsenal London geschlagen und die Türken gewannen den UEFA-Cup.