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Das berühmteste Feuer der Welt brennt wieder

107 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio wurde die Flamme entzündet

In einer traditionellen Zeremonie im Heiligen Hain des antiken Olympia in Griechenland hat der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach hat das Olympische Feuer auf die lange Reise zu den Sommerspielen in Brasiliens Metropole Rio de Janeiro geschickt. Mit den Worten „Apollon, Gott der Sonne und des Lichtes, schicke deine Strahlen und zünde die Fackel für die gastfreundliche Stadt von Rio“, ist das Feuer für die Spiele um 11:53 MESZ mit einem Parabolspiegel durch die Strahlen der Sonne in Griechenland entzündet worden. Nun geht die Fackel auf die Reise. Vom Tempel der Hera aus nimmt die Flamme ihren Weg quer durch Griechenland, dann in die Schweiz nach Lausanne, dem IOC-Sitz. Am 3. Mai beginnt mit der Ankunft in der Hauptstadt Brasilia die rund 20.000 km lange Stafette durch 329 Städte Brasiliens.

Brasilien steckt mitten in einer schweren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise. Depression macht sich breit. Die aktuellen Probleme drängen das größte Weltfest des Sports noch ins Abseits. Gegen Staatspräsidentin Dilma Rousseff könnte mit Eintreffen der Fackel vielleicht schon gar nicht mehr im Amt sein. Gegen sie läuft ein Amtsenthebungsverfahren. Die Organisatoren setzen nun aber vor allem auf die große Strahlkraft des Olympischen Feuers. Der Fackellauf mit rund 12.000 Trägern gilt als ein emotionaler Test für die Spiele der 31. Olympiade. Er soll auch den weiteren Ticketverkauf ankurbeln, denn bisher wurden erst 50 Prozent der Tickets verkauft.

Bildquelle: GettyImages