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Das kann Bank

Die DKB kauft die Rechte der Handball-WM und streamt kostenfrei im Internet

Eigentlich ist dies nur ein typischer Werbeslogan einer Bank, doch seit gestern wissen die Sportfans in Deutschland, was eine Bank wirklich kann. Sechs Tage vor Beginn der Handball-WM in Frankreich drohte nämlich im Land des amtierenden Europameisters der totale Übertragungsblackout. Auf Grund besonderer Wünsche bezüglich der Verschlüsselung des TV-Signals konnten sich der Übertragungsrechteinhaber und die öffentlich-rechtlichen Sender nicht auf einen Deal einigen. Doch das Horror-Szenario einer WM ohne Livebilder wurde gestern nun halbwegs abgewendet. Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) hat sich die Live-Übertragungsrechte von BeIN Sports erworben, allerdings nur für das Internet. Zur Freude aller Handball-Fans, die Internet besitzen und es auch nutzen, werden nun alle Spiele des Deutschen Handball Bundes und weitere ausgewählte Partien über einen kostenlosen Internet-Livestream übertragen. Hier könnt ihr die Spiele sehen.

Die DKB engagiert sich schon lange im Sport und besonders stark im Handball. Beim DHB ist die Internet-Bank Premium Partner und darüber hinaus Namensgeber der DKB-Handball-Bundesliga. Doch auch neben dem Handball setzen sie auf Sportsponsoring. Die Bank unterstützt seit 2002 deutsche Spitzensportler, Sportvereine und –verbände. Die DKB ist offizieller Partner der Deutschen Sporthilfe und sponsert unter anderem die Eisbären Berlin, den DESG, den DSV sowie den DLV.

DKB-Team-Athleten haben bisher 560 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gewonnen. Somit ist die Deutsche Kreditbank mittlerweile zu einer wichtigen Stütze des Leistungssports in Deutschland geworden.

Eine neue Form des Sportmarketings

Durch diesen Marketing-Clou wird die Bank mit Sicherheit an Ansehen und Beliebtheit zulegen und viele neue Kunden gewinnen. Denn Fakt ist, dass der Handball bei einer Nicht-Übertragung viel an Aufmerksamkeit verloren hätte. Das wiederum kann der DKB als Hauptsponsor der Bundesliga nicht passen, denn immerhin wird jeder Fan, der über die WM akquiriert werden kann wahrscheinlich auch ein Fan, der die von der DKB beherbergten Plattformen benutzt und durch Websiteklicks, Kartenkäufe oder Merchandising den Handball in Deutschland und gleichzeitig den Marktwert der Bundesliga und dann eben auch den der DKB steigert. Klar hätte die Bank sich dieses Image gern von einem Fernsehsender fördern lassen, aber nun müssen sie halt selbst ran. Durchaus ein Modell für die Zukunft, wobei ein solches Großereignis immer im Fernsehen zu sehen sein muss - gerade in der heutigen Zeit des Fußballüberflusses.

Schade, dass wir solche Bilder von der EM in Polen dieses Jahr nicht im TV sehen können:

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