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Der Maestro ist endgültig wieder zurück

Roger Feder gewinnt zweites großes Turnier der Saison

'Er wird nie wieder ein Grand Slam gewinnen' – das war eine weit verbreitete Meinung über den wohl besten Tennisspieler aller Zeiten. Im letzten Jahr konnte Roger Federer zum ersten Mal seit 2000 kein einziges Turnier für sich entscheiden. Ständige körperliche Probleme und besonders eine langwierige Rückenverletzung ließen überhaupt nur bei sieben Turnieren einen Start zu. Es schien so, als wäre der Lack beim vierfachen Familienvater schon abgebröckelt.

Für all das Gerede muss man sich fast schon entschuldigen. In sensationeller körperlicher Verfassung meldete sich der Schweizer in diesem Jahr eindrucksvoll zurück. In einem Traumfinale für „Tennis-Nostalgiker“ früherer Tage besiegte „FedEx“ seinen ewigen Konkurrenten Rafael Nadal. Es war bereits sein 18. Grand-Slam-Sieg. In der ewigen Bestenliste folgen Nadal und Sampras mit 14 Titeln. Für den 35-Jährigen war dieser Triumph der erste Grand-Slam-Sieg seit fünf Jahren und darüber hinaus scheinbar der Startschuss für eine Rückkehr zu alter Leistungsstärke.

Gestecktes Ziel bereits erreicht

Am Wochenende setzte der Schweizer dann noch einen oben drauf. Er gewann das Masters Turnier von Indian Wells. Das als 'Desert Slam' bezeichnete Turnier ist nach den vier Grad Slams (Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open) das fünftwichtigste Turnier der Tour. Dies war insgesamt sein 90. Turniersieg (Rekord) und sein 25. Sieg bei einem 1000er Turnier, was selbstverständlich ebenfalls einen Rekord darstellt.

Somit ist Federer wieder auf dem Weg an die Tennisspitze. Bedenkt man, dass der 35-Jährige mit einer Drittrunden-Niederlage in Melbourne aus den Top-30 geflogen wäre, ist es umso beachtlicher, dass „King Roger“ nun wieder auf Rang 6 steht. Sein eigentliches Ziel nach Wimbledon in den Top 8 zu sein, hat er nun schon vier Monate vorher bereits erfüllt. Also ist es Zeit für neue Ziele. Falls Federer seine Form halten kann, ist am Ende des Jahres durchaus die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste möglich, an der er, wie sollte es anders sein, länger stand als alle anderen Tennisspieler jemals (302 Wochen). Mit seinem zweiten Frühling macht er sich in den kommenden Monaten und vielleicht noch Jahren (Man spekuliert er spiele bis er 40 ist) endgültig zum Größten Tennisspieler aller Zeiten, wenn er es nicht vorher auch war. Da streiten sich ja ein wenig die Geis...Tennisexperten.