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Der Mythos ist Geschichte

+++ Deutsche Tennisspieler vielversprechend +++ Nebel-Biathlon verkommt zur Farce +++ Mega-Transfer im Fußball +++ Hannawald ist alleinigen Rekord los +++ Handballer testen erfolgreich +++

Auch am ersten Wochenende des neuen Jahres, gab es in der Welt des Sports einige Highlights.

Der FC Barcelona gab beispielsweise die Verpflichtung seines Wunschspielers Philippe Coutinho bekannt. Bereits im Sommer bemühten sich die Katalanen um den 25-jährigen Brasilianer. Nun gab Liverpool angesichts einer Ablöse von bis zu 160 Millionen Euro nach. Somit ist Coutinho hinter Landsmann Neymar nun der zweitteuerste Fußballer aller Zeiten.

Im Tennis machte die deutsche Nummer eins der Damen da weiter, wo sie im letzten Jahr aufhörte. Julia Görges gewann das WTA-Turnier in Auckland. Insgesamt war es der fünfte WTA-Titel auf der Tour. Aktuell steht die 29-Jährige, die Ende letzten Jahres auch die B-WM gewann bei 14 Einzel-Siegen in Folge.

Das Team Kerber/Zverev hingegen verlor das Finale des Hopman Cup gegen die Schweiz (Bencic/Federer). Allerdings machte vor allem die gute Form von Angelique Kerber Hoffnung auf ein besseres Jahr, denn die drei Gruppenspiele auf dem Weg in das Finale konnte das Duo immer für sich entscheiden.

Hannawald-Erfolg eingestellt

Vor 16 Jahren schaffte Sven Hannawald das bis dahin unmögliche – er gewann alle vier Springen der Vierschanzentournee. In diesem Jahr war die Hoffnung aus deutscher Sicht groß, dass mit Richard Freitag wieder ein einheimischer Skispringer die Tour gewinnt. Doch nach seinem Sturz in Innsbruck, war schon fast klar, dass Kamil Stoch seinen Titel wohl verteidigen wird. Doch der Pole legte sogar noch einen drauf und gewann auch das vierte Springen von Bischofshofen. Somit ist der 30-Jährige nun der zweite Skispringer, dem dieses Kunststück gelang. Hannawald gehörte dabei übrigens zu den ersten Gratulanten.

Handballer testeten für die EM

Der Europameister besiegte Island im letzten Testspiel vor der EM in Kroatien deutlich mit 30:21 und tankte damit nochmal Selbstvertrauen für den erneuten Gold-Coup. "Wir haben uns sehr gut präsentiert und noch einmal eine Schippe draufgelegt. Viele Konzepte sind aufgegangen. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Kroatien", sagte Torhüter Andreas Wolff. Sechs Tage vor dem deutschen Auftaktspiel am kommenden Samstag gegen Montenegro überzeugte das deutsche Team mit einer beherzten Defensive und unterstrich zum Abschluss der Vorbereitung seine Ambitionen. Schon das erste Testspiel gegen Island hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes am Freitag deutlich mit 36:29 gewonnen.

Nebel-Rennen war am Rande der Legalität

Nachdem schon das Staffel-Rennen der Frauen gerade so regulär von statten ging und Deutschland dort Platz 2 holen konnte, waren die deutschen Männer eigentlich zuversichtlich, aber am Ende ohne echten Durchblick. Doch vorwerfen kann man ihnen nicht viel, denn der Nebel im Schießstadion war bis auf wenige Ausnahmen zu stark. Ohne die angeschlagen fehlenden Simon Schempp und Erik Lesser leistete sich das Quartett in der Besetzung Roman Rees, Johannes Kühn, Benedikt Doll und Arnd Peiffer zehn Strafrunden und zehn Nachlader. Nach 4 x 7,5 Kilometern lagen sie 3:40,0 Minuten hinter Überraschungssieger Schweden. Platz zwei ging an Italien vor Norwegen.

Besonders Johannes Kühn traf es besonders. Er leistete sich als zweiter Läufer neun Strafrunden und fiel mit einem Rückstand von über vier Minuten weit zurück. "Gesehen hab ich nix. Und wenn ich nix sehe, weiß ich auch nicht, auf was ich schießen soll", sagte Kühn in der ARD. Bundestrainer Mark Kirchner meinte: "Das ist kein regulärer Wettkampf mehr. Ich habe teilweise meine Athleten und die Scheiben nicht mehr gesehen."

Sprint-Weltmeister Doll benötigte nur einen Nachlader und schimpfte im Ziel. "Das macht einfach keinen Spaß, das sind unfaire Bedingungen", sagte der 27-Jährige. Trotz Problemen mit der Sicht brachte Schlussläufer Peiffer sein Team noch weiter nach vorne. Am Ende stand Platz 6 zu Buche. Dieses Rennen und auch dieses Wochenende war für das deutsche Team insgesamt eher ernüchternd. Beim nächsten Heimrennen in Ruhpolding am kommenden Wochenende wollen sie wieder angreifen, auch und vor allem mit den jetzt noch verletzten bzw. erkrankten Athleten.

Fredrik Lindstroem aus Schweden läuft bei dichtem Nebel als Erster über die Ziellinie.