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Deutsche Leichtathleten wollen an Peking anknüpfen

DLV hat in London einige aussichtsreiche Medaillenkandidaten am Start

Heute startet im Londoner Olympiastadion die 16. Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Dieses Sport-Highlight steht ganz unter dem Abschied von Sprint-Superstar Usain Bolt, doch auch der Deutsche Leichtathletik Verband macht sich berechtigte Hoffnungen auf Medaillen.

Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Peking holte das deutsche Team gleich achtmal Edelmetall, dies war die beste Leistung seit 1999. An diese Leistung wollen die 72 deutschen Sportler nun in London anknüpfen.

Nicht für London qualifizieren konnte sich Diskus-Olympiasieger Christoph Harting. Auch durch das Karriereende von Betty Heidler, Christina Obergföll und Linda Stahl sowie die „Zwillings-Pause“ von  Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz werden höchstwahrscheinlich „sichere“ Medaillen der Vorjahre wegfallen. Trotzdem hat der DLV einige Asse im Ärmel.

Im Speerwurf der Herren und Mehrkampf auf Weltklasse-Niveau

Wenn es keine absolute Überraschung gibt, dann sollte eine Goldmedaille eigentlich sicher sein. Im Speerwurf dominieren Olympiasieger Thomas Röhler und der Deutsche Meister Johannes Vetter das Feld. Alles sieht aktuell nach einem Zweikampf um die Goldmedaille zwischen den beiden deutschen Top-Athleten aus.

Auch im Mehrkampf hat das DLV-Team Hoffnungen auf Medaillen. Im Siebenkampf macht sich Carolin Schäfer berechtigte Hoffnungen auf Silber. Gold wird aller Voraussicht nach an die Belgierin Nafissatou Thiam gehen, doch der zweite Rang wäre für Schäfer ein großer Erfolg. In der Weltjahresbestenliste belegt sie aktuell eben jenen Rang. Bei den Herren machen gehen gleich zwei deutsche Athleten mit berechtigten Medaillenhoffnungen an den Start. Rico Freimuth ist aktuell Weltjahresbester und möchte seine Bronzemedaille aus Peking toppen. Auch Kai Kazmirek findet sich in der absoluten Weltspitze wieder und ist für eine Überraschung gut.

Darüber hinaus rechnet sich die 4x100m Staffel der Damen gute Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen aus. Weitaus geringer sind Medaillenchancen vom dreimaligen Diskusweltmeister Robert Harting. Auch wenn er seiner Form hinterher läuft, hat er sich in der Vergangenheit als „Wettkampf-Typ“ ausgezeichnet. Wohl jeder deutsche Sportfan möchte den sympathischen Cottbuser im Herbst seiner Karriere gerne noch einmal auf seine spezielle Art und Weise jubeln sehen.

Aber auch neben diesen Sportlern gibt es einige Athleten, die durchaus zu einer Überraschung in der Lage sind. Die Vorzeichen für eine positve Leichtathletik-Weltmeisterschaft aus Sicht des DLV stehen definitiv gut.