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Deutsche NBA-Tristesse

Mavericks haben keine realistische Chance mehr auf Playoff-Teilnahme

Auf den ersten Blick läuft es aus deutscher Sicht in der NBA gar nicht so verkehrt. Dirk Nowitzki möchte noch ein weiteres Jahr spielen und auch sein Körper hat in den letzten Wochen und Monaten bewiesen, dass er dazu noch in der Lage ist. Nach vielen Verletzungsproblemen ist der Würzburger wieder in Form. Auch bei Dennis Schröder läuft es in dieser Saison rund. In seiner vierten Saison ist der Point Guard zum Stammspieler aufgestiegen und hat seine Statistiken in allen Bereichen verbessert.

Die Überraschung der Saison aus deutscher Sicht ist wohl Paul Zipser. Anders als von einigen Experten erwartet, konnte er bereits in der ersten Saison bei den Bulls ein fester Teil des Teams werden. Insgesamt kommt er bereits auf 36 Spiele. Zuletzt verbuchte der 23-Jährige mit 15 Punkten seinen Karriere-Bestwert beim Sieg gegen die Detroit Pistons. Zipser ist definitiv angekommen in der NBA.

Lediglich ein Playoff-Platz zu erwarten

Doch wo es auf persönlicher Ebene viel Licht gibt, da birgen die Teamleistungen einiges an Schatten. Neun beziehungsweise zehn Spiele (Dallas) vor Ende der Regular Season stehen lediglich die Atlanta Hawks auf einem Playoff-Platz.

Dirk Nowitzki und seine Mavericks können nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge mit großer Sicherheit einen langen Sommerurlaub planen. Nach einem katastrophalen Saisonstart, konnte trotz zwischenzeitlich guter Phasen der Rückstand auf Rang acht im Westen nicht aufgeholt werden (5 Siege Rückstand). Auch bei den Bulls sieht es nicht so gut aus. Chicago liegt auf Platz neun – einen Sieg hinter Miami. Dieser Rückstand kann durchaus noch aufgeholt werden, allerdings müssen die Bulls hierfür auch ohne ihren verletzten Topstar Dwayne Wade konstanter spielen.

Bleiben da noch die Hawks. Auf dem geteilten fünften Platz liegend, hat Schröders Team aktuell drei Siege Vorsprung auf Chicago. Heute Nacht konnte darüber hinaus auch die schwarze Serie von sieben Niederlagen in Folge durchbrochen werden. Es gab den ersehnten Sieg gegen Phoenix. Matchwinner mal wieder der Deutsche mit seinen insgesamt 27 Punkten und dem entscheidenden Dreier zum Sieg. Mit Dennis Schröder wird aller Voraussicht zumindest ein Deutscher die Playoffs spielen.

Für die kommenden Jahre gibt es aber auch schon neue deutsche Talente, die die NBA bereichern können. Isaiah Hartenstein und Kostja Mushidi zeigen beim Hoop Summit im April erstmals ihr Können vor den NBA-Scouts.