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Deutsche Triumphe in Katars „Sauna“

Deutsche Radsportler bei der 83. UCI-Straßen-Weltmeisterschaft mit tollen Leistungen

Aktuell findet in Katars Hauptstadt Doha die UCI-Straßen-Weltmeisterschaft statt. Der Weltverband hoffte auf spektakuläre Bilder aus dem Wüstenstaat, doch bei teilweise unmenschlichen Temperaturen müssen die Sportlerinnen und Sportler über ihre Grenzen gehen. Besonders die Startzeiten der Frauen wurden kritisiert, da diese im Gegensatz zu den Männern in der Mittagshitze bei bis zu 40 Grad starten müssen. Die UCI überlegt nun die Rennen zu verkürzen. So könnte das Männerrennen am 16.Oktober beispielsweise von 257,5 auf nur noch 106 Kilometer verkürzt werden. Trotz der ungewohnten Temperaturen waren die deutschen Sportler bereits sehr erfolgreich. Der Zeitfahr-Experte Tony Martin sicherte sich mit seinem Team die WM-Titel im Mannschaftszeitfahren. Bei den Frauen hingegen verpasste Trixi Worrack zum Auftakt der WM ihren fünften Titel in Serie beim Mannschaftszeitfahren knapp und gewann Silber. Dass sich Deutschland keine Sorgen um den Nachwuchs machen muss, zeigte das U23-Zeitfahren.

Deutscher Doppelsieg beim U23-Zeitfahren

Dieses Rennen konnte Marco Mathis vor dem Berliner Maximilian Schachmann gewinnen. Für den 22-Jährigen ist der WM-Titel der bisher größte Erfolg seiner Karriere. Der mehrfache deutsche Meister in der Bahn und auf der Straße gilt als Experte im Zeitfahren. Obwohl er nicht für Rio nominiert wurde, verlor der 22-Jährige keine Motivation und belohnt sich nun mit dieser tollen Leistung. Aktuell fährt Mathis für das deutsche Nachwuchs-Team rad.net Rose Team. Natürlich steigt durch diesen Auftritt seine Chance auf einen Vertrag bei einem großen Team und vielleicht kann der junge Sprinter in Zukunft in die großen Fußstapfen von Tony Martin treten. Sein Siegerinterview seht ihr hier:

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages