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Deutschland. Ein Winter(sport)märchen

+++ Deutsche Athleten in Olympia-Saison mit Top-Form +++ Luitz hingegen leidet sehr +++ SPortler des Jahres wurden ausgezeichnet +++

Die Olympischen Spiele in Pyeongchang werfen bereits ihren Schatten voraus. Die deutschen Athleten sind aktuell in Top-Form und machen den Fans große Hoffnungen.

Beim Biathlon in Annecy belegte Laura Dahlmeier in Verfolgung (1.), Sprint (2.) und Massenstart (3.) alle möglichen Plätz des Podiums. Ein dritter Rang von Erik Lesser im Massenstart rundete das gute Wochenende ab.

Im Skispringen konnte Richard Freitag seinen Lauf fortsetzen und gewann das Springen von Engelberg souverän. Der 26-Jährige geht nun als Gesamtweltcup-Führender in die kurze Weihnachtspause und gilt dann zum Start der Vierschanzen-Tournee als absoluter Top-Favorit.

Die Favoritenrollen haben die deutschen Herren bei der Nordischen Kombination seit Jahren. Am Wochenende gab es mit Erik Frenzel und Fabian Rießle zwei Sieger in zwei Rennen.

Die größte Wintersport-Sensation des Wochenendes gab es bereits am Freitag. Mit Josef Ferstl gewann erstmals seit 1991 wieder ein deutscher Skifahrer einen Super-G. Für den 28-Jährigen war der Weltcup-Sieg in Gröden der erste seiner Karriere.

„The Power“ übersteht erste Runde

Die deutschen Fußball-Fans konnten sich am Wochenende über den torreichsten Spieltag der aktuellen Saison freuen. Mit insgesamt 36 Toren und verrückten Spielverläufen machte die Liga Werbung für sich. Doch unbeirrt dessen, marschiert Bayern München mit dem nächsten Sieg souverän in Richtung der sechsten Deutschen Meisterschaft in Folge.

Ein Titel den die Münchener allerdings nicht holen konnten, ist die Klub-Weltmeisterschaft. Diese sicherte sich Real Madrid durch einen Treffer von Cristiano Ronaldo im Finale gegen Gremio Porto Alegre. Madrid verteidigte diesen Titel erstmals und Toni Kroos und Ronaldo machten sich mit ihrem jeweils vierten Triumph zu den Rekordsiegern.

Im London startete darüber hinaus die PDC-Darts-WM. Rekordweltmeister Phil Taylor setzte sich, auch wenn mit mehr Mühe als gedacht, mit 3:1 gegen Chris Dobey durch. Die Mitfavoriten Gary Anderson und Michael van Gerwen starteten ebenfalls sehr erfolgreich im „Ally Pally“ und gewannen jeweils mit 3:0. Mit seinen ersten drei Darts des Turniers erzielte Titelverteidiger van Gerwen übrigens eine 180 und untermauerte auch damit seine Favoriten-Rolle.

Sportler des Jahres stehen fest

Morgens noch im Wettkampf in Frankreich und Österreich, abends beim Gala-Dinner: Biathlon-Königin Laura Dahlmeier und Rekord-Kombinierer Johannes Rydzek sind Deutschlands Sportler des Jahres 2017. Die Gold-Hoffnungen für die Olympischen Spiele 2018 wurden am Sonntag in Baden-Baden ausgezeichnet - nur ein paar Stunden, nachdem sie die letzten Weltcups ihres herausragenden Jahres zu Ende gegangen waren.

Als beste Mannschaft wurden wie im vergangenen Jahr die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen Laura Ludwig (31) und Kira Walkenhorst (27) geehrt, die im Sommer WM-Gold und damit den letzten ihnen noch fehlenden großen Titel geholt hatten. Entschieden haben das über 3000 Sportjournalisten.

Neben jeder Menge Freude auch ein weitere unfassbares Alpine-Leid

Skirennfahrer Stefan Luitz hat sich beim Riesenslalom von Alta Badia einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und wird die Olympischen Winterspiele wie sein Teamkollege Felix Neureuther verpassen. Dabei sah die Szene anfangs so harmlos aus, doch die Diagnose ist umso mehr erschütternd: die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang finden ohne den 25-Jährigen vom SC Bolsterlang statt. DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier, der unmittelbar nach dem Rennen noch optimistisch war, dass es keine schlimme Verletzung ist, war am Boden zerstört. "Das frustet uns schon extrem. Da fehlen dir mit der Zeit die Worte. Jedes Mal, wenn wir uns anstrengen, kriegen wir wieder einen drauf. Da fragt man sich schon, was tut man da eigentlich", sagte er. Die beiden Teamkollegen und Leidensgenossen nahmen es fast schon mit Galgenhumor und posteten ein Foto in den sozialen Medien, das einen deutschen Alpine-Fan für Olympia nur traurig stimmen kann: