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Deutschland vs. Türkei auf allen Ebenen

Deutschland und die Türkei bewerben sich um die Europameisterschaft 2024

Politisch sind die Wogen zwischen Deutschland und der Türkei lange nicht geglättet, doch gestern wurde bekannt, dass sich die beiden Länder nun ebenfalls auf einer anderen Ebene duellieren. Wie die UEFA gestern bekannt gab, hat neben dem DFB ebenfalls der Türkische Fußballverband (TFF) seine Bewerbung zur Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2024 eingereicht.

Deutschland möchte nach 1988 seine zweite Europameisterschaft veranstalten und bewies zuletzt beim Sommermärchen 2006, dass hierzulande tolle Fußball-Feste gefeiert werden können. Für die Türkei hingegen ist es nach 2008, 2012 und 2016 bereits der vierte Versuch, erstmals ein Fußball-Großereignis zu veranstalten.

DFB-Präsident Reinhard Grindel ist sich bei der deutschen Bewerbung sicher, dass vor allem die Erfahrung bei der Ausrichtung solcher Großereignisse sowie die hervorragende Stadioninfrastruktur, welche zu einem kostengünstigen Turnier führen kann, die Chancen auf den Zuschlag erhöhen. Dass es bei sportlichen Großevents jedoch lange nicht mehr um die Sinnhaftigkeit von Investitionen sondern eher um die Maximierung von Gewinnen der jeweiligen Verbände geht, beweist nicht zuletzt die WM-Vergabe an Katar.

Türkischer Fußball ist im Aufwind

Darüber hinaus ist der türkische Fußball zuletzt im Aufwind und immer mehr moderne Fußball-Stadien entstehen. Den aktuellen Stand der Stadien zu Beginn dieser Saison gibt es im Video.

Schlussendlich wird es ein harter Kampf um die Ausrichtung der EM 2024. Eine Entscheidung soll es im September 2018  geben und bis zum 27. April 2018 müssen die kompletten Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

Bis zum September dieses Jahres will sich der DFB entscheiden, welche zehn Städte als Austragungsorte ausgewählt werden. Die Auswahl erfolgt aus den 17 Kandidaten Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Mönchengladbach, München, Nürnberg und Stuttgart.