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Das Atlético-Märchen um Diego Costa

+++ Stürmer trifft unmittelbar nach seiner Einwechslung für den Klub, dem er seine Karriere zu verdanken hat +++

Diego Costa schoss den FC Chelsea im Sommer mit 20 Toren zur Meisterschaft und bewies eindrucksvoll, dass er zu den besten Stürmern der Welt gehört. Doch nachdem er bereits in der Meistersaison zeitweise suspendiert wurde, überwarf er sich in der Sommerpause komplett mit Trainer Antonio Conte. Während Chelsea mit Morata einen Nachfolger holte, war Costa nicht bereit sich verleihen zu lassen oder nach China zu wechseln. Einzig ein Wechsel zu seinem Ex-Verein Atlético Madrid war eine Option für den Angreifer. Auf Grund einer Transfersperre kam der Transfer im Sommer allerdings nicht zustande.

Es folgte ein dreimonatiger Streik, bei dem sich der spanische Nationalspieler in seinem Heimatland Brasilien aufhielt. Statt Training mit der Reserve von Chelsea stand für den 29-Jährigen Beachsoccer auf dem Plan.

Während dieser Zeit wiederholte Costa regelmäßig seinen Wechselwunsch zu Atlético, der Verein, bei dem er groß wurde und der immer an ihm festhielt. Ende September wurde der Transfer dann schlussendlich verkündet und seitdem nimmt der Stürmer am Training der Rojiblancos teil.

Fünf Minuten reichen aus

Dass er nichts von seiner Klasse verloren hat, bewies der Neuzugang gestern bei seinem Comeback eindrucksvoll. In der 64. Minute wurde er eingewechselt und bereits fünf Minuten später folgte das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 im spanischen Pokal gegen Drittligisten Lleida Esportiu.

Die Dienste des Rückkehrers ließ sich Madrid übrigens 66 Millionen Euro kosten.

Erstmalig wechselte Costa 2007 von Braga zu Atlético. Nach mehrfachen Leihgeschäften schaffte er in der Saison 2011/2012 den endgültigen Durchbruch, als er nach einem Kreuzbandriss in nur 16 Spielen gleich 10 Tore für seinen Leihverein Rayo Vallecano schoss. Kommt Costa wieder dauerhaft in Form, wird er wohl trotz der halbjährigen Pause bei der WM in Russland für Spanien auflaufen.