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„DSV-Wintermärchen“ geht weiter

Johannes Rydzek krönt sich zum Rekordweltmeister

Es ist nicht lange her, als sich Deutschlands neue Biathlon-Königin mit fünf Goldmedaillen bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Hochfilzen in die Geschichtsbücher eintrug. Auch bei der Nordischen Ski-WM (umfasst Langlauf, Skispringen und Nordische Kombination) in Lahti führt das deutsche Team nach 14 von 21 Wettbewerben den Medaillenspiegel an.

Ein deutscher Athlet sticht dabei aus einem starken Gesamtteam heraus. Der 25-jährige Johannes Rydzek holte gestern bereits seine dritte Goldmedaille bei dieser WM. Beim dritten Sieg im dritten Rennen machte er nach dem Springen den Rückstand von einer Minute gut und krönte sich mit diesem Triumph zum erfolgreichsten Nordischen Kombinierer der WM-Geschichte. Insgesamt steht der Student nun bei zehn WM-Medaillen (5 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze).

Bereits das erste WM-Rennen bei den Herren zeigte die Dominanz des deutschen Teams. Mit einem Dreifach-Triumph setzte Rydzek, Frenzel und Kircheisen ein Ausrufezeichen.

Großes Ziel ist Olympiasieg

Diese Leistung der deutschen Mannschaft kommt nicht überraschend. 15 der bisherigen 19 Einzel-Weltcups der Saison gewannen entweder Johannes Rydzek oder Eric Frenzel. Dass Rydzek seinen erfahreneren Konkurrenten aus dem eigenen Team jedoch so dominiert, war nicht unbedingt zu erwarten.

Bereits im Alter von vierzehn Jahren debütierte der Rekordweltmeister bei einem FIS-Rennen und konnte bisher 21 Weltcupsiege feiern. Diese Weltmeisterschaft in Finnland ist nun aber zweifellos die Krönung seiner bisherigen Karriere. Auch wenn es nun zunächst einmal gilt, den Moment zu genießen ist das Langziel des Deutschen bereits klar. Er hofft auf eine olympische Goldmedaille in Pyeongchang 2018. Der bisherige Trend seiner Olympia-Medaillen lässt sogar darauf schließen. 2010 in Vancouver holte er Bronze und 2014 in Sotschi Silber.