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Eishockey-Goalie sorgt mit Novum für DEL-Regeländerung

David Leggio verändert (schon wieder) die Statuten

Diese Aktion verändert das deutsche Eishockey nachhaltig. Die Einen sagen, dass es grob unsportlich war, die anderen halten David Leggio für ziemlich clever. Was hat er getan: etwa eine halbe Stunde war in München gespielt, als Bremerhaven beim Stand von 1:1 in Unterzahl einen Konter fuhr. Der Puck landete letztlich auch im Tor, doch das zählte nicht, weil Leggio das Tor aus der Verankerung gerissen und verschoben hat. Als Spielfortsetzung schreibt die Regel einen Penalty vor. Den vergaben die Gäste, es blieb beim 1:1 und die Münchner konnten das Spiel sogar mit 5:2 gewinnen.

Hier die Aktion im Video:

Klar ist: die Regeln sehen das als grobe Unsportlichkeit, doch am Ende blieben Leggio und der EHC immer noch im Vorteil, denn das Tor ist auch trotz Penalty nicht gefallen.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) reagierte prompt und hat eine Regeländerung in Kraft gesetzt. Zudem hat die DEL den EHC-Goalie mit einer nicht bezifferten Strafe wegen „grob unsportlichen Verhaltens“ belegt.

Die Regeländerung besagt nun Folgendes: künftig wird einer Mannschaft bei einem Konter ein Treffer zugesprochen, falls der gegnerische Schlussmann absichtlich das Tor verschiebt oder seine Maske abnimmt. Außerdem dürfen die Schiedsrichter künftig bei Break-Away-Situationen und Penaltyschüssen per Videobeweis prüfen. Die Regeländerung ist an die Regelungen in Nordamerika angelehnt. Denn auch da hat Leggio schon dafür gesorgt.

Leggio hat es schon einmal getan

Der 33-Jährige ist Wiederholungstäter, denn in der nordamerikanischen Liga AHL hatte sich der Goalie vor drei Jahren eine ähnliche Aktion geleistet. Auch damals gab es danach eine Regeländerung, inzwischen bekommen AHL-Goalies für ein solches Verhalten eine Spieldauerdisziplinarstrafe.