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Formel E zieht deutsche Autobauer an

Auch Porsche gibt Engagement in Formel E bekannt

Am Sonntag endete die dritte Formel-E-Saison. Der Brasilianer Lucas di Grassi krönte sich zum Weltmeister und verwies den Titelverteidiger und ehemaligen Formel-1-Piloten Sebastien Buemi auf Rang zwei.

Aktuell wird der noch sehr jungen Rennserie nur eine überschaubare Aufmerksamkeit geschenkt, doch das wird sich zukünftig ändern. Mit Porsche gab nun der vierte deutsche Autobauer sein Engagement in der Formel E bekannt. Ebenso wie Mercedes werden die Stuttgarter ab der Saison 2019/20 ein Werksteam starten lassen. Ab der kommenden Saison ist Audi am Start und ab 2018/19 darüber hinaus auch BMW. Dies hat nicht nur eine Aufwertung der Formel E zur Folge. Mit dem Engagement in der Formel E gaben die großen Autobauer auch den Ausstieg aus anderen Rennserien bekannt. Mit DTM und WEC stehen mindestens zwei Rennserien vor einer ungewissen Zukunft.

Die Entscheidung kommt allerdings nicht sonderlich überraschend und trifft den Zahn der Zeit. Während sich Meldungen über Kartell-Absprachen und Abgas-Skandale die Klinke in die Hand geben, verhoffen sich die deutschen Autobauer auch durch eine „grüne“ Rennserie wieder positivere Schlagzeilen. Darüber hinaus ist die Elektromobilität und die Forschung in diese Richtung die Aufgabe der Zukunft.

Autowechsel mitten im Rennen

Bisher besteht die Rennserie aus 12 Rennen in Weltmetropolen. Die Strecken werden direkt in die Innenstadt gebaut und sind auch aus diesem Grunde besonders attraktiv. Es gibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 225 km/h und zur Mitte des Rennens wechseln die Fahrer ihre Autos. Noch sind die Akkus nämlich noch nicht leistungsstark genug, um die gut 100 Rennkilometer durchzufahren. Ab 2018 soll eine Weiterentwicklung dies dann allerdings nicht mehr notwendig machen. Aktuell fahren mit Nick Heidfeld, Daniel Abt und Maro Engel drei deutsche Rennfahrer in der Formel E. Der Rennserie wird zukünftig mit Sicherheit eine immer größere Bedeutung zukommen, nicht nur wegen des Einstiegs der großen deutschen Autobauer. Wie die Formel E klingt, hört ihr im Video: