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"Hawk-Eye" hilft den Schiedsrichtern bei der Europameisterschaft

Duell der Anbieter von Torlinientechnologie scheint entschieden zu sein

Lange Zeit war es unklar, ob bei der Europameisterschaft in Frankreich eine Torlinientechnologie eingesetzt wird oder nicht. Vor allem der suspendierte UEFA-Präsident Michel Platini war immer ein Gegner dieser Technologie. Doch im Januar wurde sich für den Einsatz entschieden. Nun gab die UEFA bekannt, dass die britische Firma Hawk-Eye den Zuschlag bekommen hat. Dabei setzte sich das Unternehmen gegen den deutschen Anbieter Goal Control durch. Durchaus verwunderlich bei der Entscheidung ist die Tatsache, dass in der französischen Ligue 1 die Technik des Unternehmens aus Aachen verwendet wird. Somit müssen alle EM-Stadien umgerüstet werden.

Hawk-Eye auch in den großen Ligen

Gleichzeitig gab die UEFA bekannt, dass das Hawk-Eye ab der nächsten Saison auch, an Stelle der Torrichter, in der Champions League eingesetzt wird. Neben der Bundesliga, die ihre Schiedsrichter seit dieser Saison mit dem Hawk-Eye unterstützt, setzen auch die englische Premier League und die Serie A auf die Technologie der Briten.

Bei der WM in Brasilien entschied sich die FIFA für Goal Control und so wurde mit Hilfe der Technik aus Deutschland im Spiel zwischen Frankreich und Honduras das erste WM-Tor in der Geschichte mit Hilfe einer Torlinientechnologie gegeben. Im weltweiten Duell um die Vorherschaft im Fußball scheint sich das Hawk-Eye nun aber scheinbar durchgesetzt zu haben. Bekannt ist die Technologie vielen Sportfans aus dem Tennis. Hier wird das Hilfsmittel ebenfalls zum Videobeweis bei großen Turnieren eingesetzt. Ähnlich wie beim Fußball gibt es auch im Tennis viele Gegner dieses Hilfsmittels.

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages