News

Horrorfoul bei der WM-Quali

Beim Großbritannien-Battle Wales gegen Irland gab es mehr Knochenbrüche als Tore

Ein Glück, die Länderspielpause ist wieder vorbei, ab dem kommenden Wochenende geht der Liga-Alltag in die heiße Phase und auf europäischem Geläuf kann man sich nun langsam aber sicher jedes Spiel anschauen ohne auf die Europakarte zu schauen, wo denn eigentlich Qäbäla und Qarabag liegen. Deutschland hat seine Pflichtaufgabe gelöst. Nicht mehr, nicht weniger. Holland muss mal wieder chronisch um die Qualifikation zur Endrunde bangen und Andorra beendet eine 11-jährige Durststrecke. Nach über 50 Niederlagen in Folge konnte man gegen die Fußballnation Faröer mal wieder punkten.

Während man beim Deutschland-Spiel mit dem Einschlafen kämpfte und sich mal wieder die Sinnfrage nach solchen Länderspielen stellte, hätte man sich wohl lieber Wales gegen Irland angesehen. Die lieferten noch Männerfußball – und das sogar mehr als einem lieb war, denn einer musste wieder übertreiben. Neil Taylor von Aston Villa ging in der 68. Minute mit gestrecktem Bein voran in den Flankenball von Seamus Coleman. Der irische Kapitän hielt trotzdem gegen und musste mit einem Schien- und Wadenbeinbruch bezahlen. Unterhalb des Bruches baumelte das Bein auf dem Boden liegend herunter. Schiedsrichter Nicola Rizzoli fackelte nicht lange und zückte sofort Rot für Taylor. Hier das Foul nochmal im Bewegtbild. Gefühstückt hat hoffentlich jeder:

Das Foul war so brutal, dass TV-Sender aus Pietätsgründen keine Wiederholungen der Szene zeigten. Rührend dabei: Teamkollege Shane Long kümmerte sich während der Behandlung um Coleman und versuchte, ihn zu trösten und ihm das Gesicht zu verdecken, sodass er sich das Bein nicht ansehen muss.

“Das ist ein grosser Verlust für Everton und für unsere Mannschaft. Ich hoffe, er kommt zurück“, so Irland-Coach Martin O'Neill. Der Everton-Star wird nun wahrscheinlich mindestens sechs Monate auszufallen.