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Der heißeste Tennisstar der Tour genießt das Profidasein

Es hagelt Kritik nach mangelndem Erfolg

Tennis-Star Genie Bouchard ist zurzeit der heißeste Profi auf der Tour. Alles spricht über sie, sportlich leider nur recht wenig. Nach drei Erstrundenpleiten (Acapulco, Indian Wells und Miami) in Folge kritisieren Experten, Medien und Fans u.a. die freizügigen Fotos in der Sports Illustrated. Auch das Fan-Date in Folge einer öffentlichen SuperBowl-Wette passen nicht in das Bild eines Musterprofis. Aber der will sie auch gar nicht sein.

Und dabei müssen wir bei aller Kritik mal überlegen, wo sie eigentlich steht. Derzeit steht Platz 56 in der Weltrangliste zu Buche. Klar, könnte mit ihrem Talent noch weit mehr drin sein, aber das macht doch die Stars von heute aus. Gesicht zeigen, präsent sein und etwas von sich preis geben. So wurde sie doch erst zu der bewundernswerten Sportlerin, die sie jetzt ist. "Du darfst den Hass nicht persönlich nehmen und musst lernen, damit umzugehen. Ich werde mir diese Freiheiten immer nehmen und nicht verbieten lassen“, so die Kanadierin nach den Anfeindungen.

Neben den aufreizenden Fotos sorgte ihre SuperBowl-Wette für noch mehr Aufsehen. Über Twitter fragte sie ein User nach einem Date, wenn die New England Patriots den 25-Punkte-Rückstand noch aufholen würden. Tatsächlich glaubte nicht wirklich noch jemand daran und auch Genie antwortete leichtgläubig „sure“. Dass sie am Tag darauf ihren „Deal“ wirklich einhalten will, macht sie umso sympathischer. Nur wenige Tage später saßen Genie und ihr Twitter-Date zusammen in der ersten Reihen bei den Brooklyn Nets, gingen Essen und nahmen ein paar Drinks, wie ein echtes Date halt. Und am Ende gab sie ihm sogar die Aussicht auf ein zweites Date. Der Traum eines jeden Fans.

„Was machst du da? Geh trainieren!“

"Wenn ich in den vergangenen Jahren ein Fotoshooting gemacht habe, kam immer von einigen: 'Oh Gott, geh zurück auf den Tennisplatz. Geh trainieren'", sagte sie weiter bei CBS. Sie kennt das. Anfeindungen, wenn es auf dem Tenniscourt mal nicht läuft, abseits des Platzes aber umso besser. Haltlose Kritik, sagt sie. Bouchard trainiere doch schließlich täglich sechs Stunden. „Warum soll ich die Gelegenheit mit ‚Sports Illustrated‘ nicht nutzen? Warum soll ich mich limitieren? Ich bin immer noch Tennisspielerin. Das hat allerhöchste Priorität. Aber wenn ich etwas Zeit habe, um andere Dinge zu machen, warum sollte ich die dann nicht tun?“

Also wer gegen den Anblick solcher Bilder noch Kritik zu äußern hat (zumindest als männlicher Fan), dem ist wohl nicht mehr zu helfen. 1,2 Millionen Twitter-Follower, 1,4 Millionen Instagram-Abonnenten und 1,5 Facebook-Fans können nicht täuschen.

Titelbildquelle: Instagram/geniebouchard