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Jesse Owens - der Usain Bolt der 30er-Jahre

+++ Vor 81 Jahren krönte sich Jesse Owens zu den besten Leichtathleten der Welt +++

Aktuell finden die Leichtathletik Weltmeisterschaften in London statt und mit Usain Bolt tritt der Superstar des Sports am Ende dieses Großereignisses ab. Während seiner Karriere wurde Bolt von Fans auf der ganzen Welt verehrt. Dies ist ein besonderes Privileg, vor allem wenn man einen großartigen Sportler betrachtet, dem dieses Glück während seiner aktiven Zeit nicht verwehrt war. Vor ziemlich genau 81 Jahren, genau in diesen ersten August-Tagen des Jahres 1936, ging bei den Olympischen Spielen in Berlin der Stern eines der besten Leichtathleten aller Zeiten auf:

1913 wurde James Cleveland Owens in Alabama geboren. Im Geburtsstaat von Jesse Owens herrschte strikte Rassentrennung. Durch seine sportliche Leistung wurde er trotzdem zum Symbol gegen den Rassenhass.

1935 ging Owens nach einer Rauferei angeschlagen in einen Wettkampf und stellte innerhalb von 45 Minuten gleich fünf Weltrekorde in den Sprintdisziplinen und dem Weitsprung auf. Natürlich ist eine solche Leistung heute unvorstellbar. Vorstellbar sind hingegen die Schlagzeilen und Popularität die eine solche Leistung heutzutage mit sich bringen würde. Die galt allerdings nicht für die damalige USA.

Der erfolgreichste Sportler der „Propagandaspiele“

Ein Jahr nach dieser Leistung startete Owens für die USA bei den Olympischen Spielen in Nazideutschland. Bei den „Propagandaspielen“ wurde er zum erfolgreichsten Sportler und führte die Rassenlehre der Nazis um Adolf Hitler ad absurdum. Vor den Augen des Diktators holte Jesse Owens drei Goldmedaillen im Sprint über die 100m, 200m und mit der 4x100m Staffel

Darüber hinaus gewann er, wie später auch Leichtathletik-Legende Carl Lewis (1984) ebenfalls Gold im Weitsprung.

Zurück in der Heimat gab es für diese Leistungen allerdings keine Anerkennung und mit seinem Sport konnte der Olympiasieger kein Geld verdienen. Deshalb beendete er mit nur 23 Jahren seine Karriere und wurde danach zur Attraktion. Owens bestritt Showrennen gegen Rennpferde, Windhunde und regionale Spitzensportler. Dies war für ihn die einzige Möglichkeit aus seinem Talent Geld zu machen.

Man kann sich kaum ausmalen, welche Erfolge der 1980 verstorbene Leichtathlet bei einer Fortsetzung seiner Karriere erreicht hätte.

Durch seine sensationelle Leistung vor den Augen Adolf Hitlers wird er allerdings immer ein Symbol gegen Rassenhass und Rassenlehren bleiben. Vor allem das Duell mit Luz Long, dem deutschen Vorzeige-Athleten, brachte Hitler zur Weißglut. Besonders als Long dem Amerikaner noch kurz vor dem letzten Sprung im Weitsprungwettbewerb den entscheidenden Tipp bezüglich der Anlauflänge gegeben hatte. Owens gewann Gold und in Long einen neuen Freund für's Leben