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Kerber mit Top-Ten-Comeback

Kielerin zieht ins Halbfinale der Australian Open ein

Mit Einzel-Sieg Nummer 14 in dieser Saison ist Angelique Kerber heute früh ins Halbfinale der Australian Open eingezogen. Dabei setzte sich die 30-Jährige gegen Madison Keys aus den USA durch. Nachdem Kerber durch eine Katastrophen-Saison im vergangenen Jahr von der Weltranglistenposition eins auf die 22 abrutschte, bedeutet der Halbfinaleinzug gleichzeitig das Comeback in den Top Ten.

Somit bleibt die Deutsche die formstärkste Spielerin der Tour und macht sich berechtigte Hoffnungen auf den ganz großen Wurf. Diese Hochform haben wohl nicht viele erwartet, doch Kerber wirkt locker und selbstbewusst und hat den Fokus wieder auf das Wesentliche gerichtet.

Neuer Trainer – neues Glück

Nach ihrem US-Open-Sieg und der Krönung als erste deutsche Nummer eins seit Steffi Graf, fiel die 30-Jährige in ein Loch. Scheinbar überfordert mit dem plötzlichen Medienrummel und Erfolgsdruck gelang ihr bis zu ihrem Triumph in Sydney vor knapp zwei Wochen kein Turniersieg.

Es folgte ein schwerer Schritt –die Trennung von ihrem Erfolgstrainer Torben Beltz. Doch diese Entscheidung scheint richtig gewesen zu sein. Kerbers neuer Coach, der 37-jährige Belgier Wim Fissette, konnte neue Reize setzen und Kerber wieder zu alter Stärke führen.

Fissette ist dabei kein Unbekannter. Er trainierte zuvor unter anderem Kim Clijsters, Victoria Azarenka sowie die aktuelle Weltranglisten-Führende Sinoma Halep.

Spannender Weise geht es am Donnerstag im Halbfinale gegen die Rumänin Halep. Einige wichtige Hinweise, um seine ehemalige Spielerin zu besiegen, wird Kerbers neuer Trainer bestimmt parat haben.

Doch selbst wenn dies nicht gelingt, freuen wir uns sehr über den tollen Saisonauftakt der Deutschen und erinnern an den ersten Grand-Slam-Erfolg ihrer Karriere.