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Kroos oder Khedira – wer krönt die Saison?

In Cardiff spielen Real Madrid und Juventus Turin um den Champions-League-Sieg

In diesem Jahr steht zwar keine deutsche Mannschaft im Finale der Champions League, allerdings haben zwei Nationalspieler die Chance auf den Henkelpott. Die Rede ist, mit Toni Kroos und Sami Khedira, von Jogi Löws bevorzugtem zentralen Mittelfeld-Duo. Beide Spieler holten in dieser Saison die Meisterschaft und waren dabei tragende Säulen in ihrer Mannschaft. Während Khedira die Möglichkeit auf das Triple hat, hat Toni Kroos mit Real Madrid die Chance als erstes Team überhaupt die Champions League zu verteidigen.

Seit der Umbenennung des Europapokals der Landesmeister in Champions League vollbrachte noch keine Mannschaft dieses Kunststück. Für Kroos wäre es darüber hinaus der dritte Champions-League-Sieg der Karriere und er wäre neuer deutscher Rekordsieger dieses Wettbewerbs. Aktuell teil er sich diesem Platz mit Bodo Illgner. Drei Titel können auch die Bayern-Stars der 70er Jahre um Beckenbauer, Müller und Meier vorweisen. Von 1974-1976 gewannen die Bayern den Europapokal der Landesmeister dreimal in Folge.

Rekordsieger der Champions League sind die Barca-Stars Iniesta, Xavi, Piqué und Messi sowie Clarence Seedorf mit je vier Titeln. Seedorf ist dabei der einzige Spieler, der diesen Wettbewerb mit drei verschiedenen Vereinen gewann. Bei einem Sieg von Juve wäre dies der zweite Triumph von Sami Khedira (erster Titel 2014 mit Real Madrid).

Zidane – mehr Titel als Niederlagen

Während Kroos in dieser Saison wie gewohnt der Kopf und das Herz des Spiels von Real Madrid ist, machte Sami Khedira nochmals einen Sprung. In diesem Jahr kam er fast verletzungsfrei durch die Saison und schlüpfte in die Rolle des Leaders. Beide Nationalspieler sind definitiv in Top-Form und werden sich auf dem Feld direkt messen können.

Auch neben dem Feld gibt es ein Duell der aktuell wohl erfolgreichsten Vereinstrainer. Juves Coach Massimiliano Allegri holte in seiner dritten Saison in Norditalien das dritte Double. Nun soll nach zuletzt 1996 endlich wieder ein Champions-League-Titel hinzukommen. Sein Gegenüber Zinédine Zidane macht als Trainer dort weiter, wo er als Spieler aufhörte. Der dreifache Weltfußballer ist seit Januar letzten Jahre Cheftrainer bei den „Königlichen“ und holte seitdem gefühlt mehr Titel, als er Niederlagen einstecken musste. Mit einem Punkteschnitt von 2,43 Punkten pro Spiel bricht er alle Rekorde und macht sich nach der spanischen Meisterschaft nun auf, den Champions-League-Titel zu verteidigen.

Wir können uns definitiv auf ein packendes Spiel auf Augenhöhe ohne wirklichen Favoriten freuen. Einen deutschen Sieger wird es dabei auf jeden Fall geben. Dieses Finale gab es übrigens bereits 1998, damals entschied Predrag Mijatović die Partie für die Spanier. Auch damals mit deutscher Beteiligung. Bodo Illgner im Tor und an der Seitenlinie kein Geringerer als Jupp Heynckes.