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Mit Doping zu Olympia

+++ Japanischer Kanute dopt seinen ärgsten Konkurrenten, um so Ticket für die Spiele zu ergattern +++

In der Geschichte der Olympischen Spiele gibt es eine Vielzahl an Sportlern, die ihrem Können durch unerlaubte, leistungssteigernde Mittel nachgeholfen haben. Manche von ihnen wurden erwischt, manche konnten ihren Betrug bis heute verschleiern. Der japanische Kanute Yasuhiro Suzuki ging nun einen anderen, absurderen Weg. Um seine Chancen auf das Olympiaticket zu erhöhen, mischte er seinem Rivalen Seiji Komatsu Methandienone, ein verbotenes Mittel zum Muskelaufbau, besser bekannt als Dianabol, ins Getränk.

Im vergangenen September siegte Komatsu bei den nationalen Sprint-Meisterschaften über die 200 Meter-Distanz im Kajak-Einer, Suzuki landete auf Platz 8. Im Anschluss wurde der Sieger jedoch des Dopings überführt. Wie Suzuki nun zugab, überkam ihn die Angst, bei den Spielen im heimischen Tokio 2020 nicht dabei zu sein, da er sich nur an Position fünf des Kajak-Vierers sah. Mittlerweile hat er sich bei Komatsu sowie dem japanischen Kanu-Verband entschuldigt. Die japanische Anti-Doping-Agentur (JADA) sperrte den 32-Jährigen für seine Unsportlichkeiten für acht Jahre. Ob es nach der Sperre für den dann 40 Jahre alten Suzuki noch für ein Comeback reicht, ist eher unwahrscheinlich. Erschwerend kommt nämlich hinzu, dass er Trainings- und Wettkampfmaterialien anderer Wettkämpfer stahl, um sie so zu sabotieren.

Deutschland will Titel verteidigen

Das japanische Vierer-Kajak muss nun 2020 in Tokio ohne Suzuki vor heimischen Publikum um den Titel kämpfen. Der deutsche Vierer um die Doppelolympiasieger Max Rendschmidt und Marcus Groß sowie Tom Liebscher und Max Hoff, die 2018 in Rio de Janeiro den Titel vor der Slowakei und Tschechien holten, macht sich hingegen auch in zwei Jahren berechtigte Hoffnung, wieder auf dem Treppchen zu landen. Wir erinnern uns gern an das sensationelle und souveräne Rennen der Jungs: