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„Mr. Irrelevant“ als besondere Auszeichnung

Letzter Pick des diesjährigen NFL-Drafts kann wieder aus der Reihe fallen

Der Draft in der Nordamerikanischen Football League ist bereits Geschichte. Dieser von großem Medienrummel begleitete Event zeigt die kommenden Stars der NFL. Mit besonderer Spannung werden die ersten Picks erwartet, weil die Reihenfolge der Auswahl oftmals viel über die Qualität des Spielers aussagt. Eine ganz besondere „Ehre“ wird allerdings auch dem letzten Pick eines jeweiligen NFL-Drafts zuteil. Dieser Spieler wird „Mr. Irrelevant“. Als Preis gibt es die Lowsman Trophy und die Woche des Lebens. Die Trophäe zeigt einen Football-Spieler, dem der Ball aus der Hand gleitet und sie ist an die Heisman Trophy für den besten Collegespieler angelehnt. Als weiteren Trostpreis, neben einen hochdotierten NFL-Vertrag, gibt es eine Woche Sommerurlaub in Newport Beach, einen Besuch im Disneyland und die „Irrelevant Week Regatta mit Barbecue“ und vielen Sponsorengeschenken. Eingeladen sind hierzu der Spieler und eine Begleitperson. Bis 2001 durfte sogar die ganze Familie des Sportlers diesem Event beiwohnen. Doch der Haiwaiianer Tevita Ofahengue rückte gleich mit 62 Familienmitgliedern an. Seitdem gibt es diese Grenze bei der von Ex-Footballer Paul Salata ins Leben gerufenen Auszeichnung.

Ausnahmen bestätigen die Regel

In der Regel machen die Spieler ihrem „Titel“ alle Ehre, doch es gab auch eine große Ausnahme. Kicker Ryan Succop wurde als „Mr. Irrelevant“ ins All-Rookie-Team gewählt und brach im Laufe seiner Karriere sämtliche Franchise-Rekorde von Kansas City.

In diesem Jahr macht sich Quarterback Chad Kelly auf den Weg aus der „Bedeutungslosigkeit“ auszubrechen. Die Denver Broncos verpflichteten den eigentlich hochtalentierten 23-Jährigen. Doch in seiner Karriere wurde er von Verletzungen geplagt und schlug auch neben dem Platz des Öfteren über die Stränge. „Highlight“ war dabei seine Verhaftung im Dezember 2014. Auch aus diesem Grunde wurde Kelly nicht zum Combine eingeladen. Darüber hinaus verletzte er sich beim Pro Day nach nur 12 Würfen am Handgelenk. Ohne die „Störgeräusche“ wäre Kelly mit Sicherheit früher gewählt worden. Doch nun liegt es an ihm, seine erste „NFL-Auszeichnung“ abzulegen. Was Kelly drauf hat, sehr ihr im Video.