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NBA-Trikots zukünftig mit Sponsor

Für zusätzliche Einnahmen dürfen Unternehmen zukünftig die Brust der NBA-Stars zieren

Die NBA wird ab der Saison 2017/18 erstmals Sponsorenlogos auf den Trikots der Teams erlauben. Das ist ein weiterer Bruch mit der Tradition. Die NBA ist damit auch die erste US-Profi-Liga, die diese Art von Sponsoring zulässt.

Bereits seit über zwei Jahren gibt es in der NBA nun schon Trikots mit Ärmeln – eine Tatsache die vor einigen Jahren noch unvorstellbar war. Doch die Liga und Ausrüster Adidas wollten das Weihnachtsgeschäft ankurbeln und entschieden sich für diesen Marketing Gag. Dass es sich hierbei wirklich nur um eine Neuerung mit kommerziellen Hintergründen handelt, wurde öffentlich bestätigt. Mittlerweile müssen die Teams in der Saison drei bis sechs Spiele mit Ärmeln an den Trikots absolvieren. Viele Stars wie Dirk Nowitzki und LeBron James fühlen sich durch diese Trikots allerdings in ihrem Spiel behindert. Doch da der NBA vor allem starke Umsätze wichtig sind, findet die Meinung der Spieler wenig Gehör. Weniger Einfluss auf das Spiel wird der Aufdruck der Sponsorenlogos haben. Diese werden eine Größe von etwa 6x6 cm haben. Trotzdem wird auch hier für höhere Einnahmen mit der Tradition gebrochen.

Zusätzliche Einnahmen von 100 Millionen US-Dollar

Durch die neue Werbemöglichkeit, für dessen Vermarktung jedes Team selber verantwortlich ist, erhofft sich die NBA ligaübergreifend zusätzliche Einnahmen von etwa 100 Millionen US-Dollar. Der Gesamtumsatz soll dann in der Saison 17/18 bei unvorstellbaren sieben Milliarden US-Dollar liegen.

Ein ähnliches Beispiel für den Bruch mit der Tradition, um mehr Einnahmen zu generieren, ist der Fußballklub FC Barcelona. Die Basken haben aus der Tradition heraus bis zur Saison 2006 ohne Trikotsponsor gespielt. Von 2006 bis 2011 war dann das Logo von UNICEF auf der Brust der Barca-Spieler und der Verein spendete dazu noch 1,5 Millionen Euro. Doch inzwischen wurde UNICEF von der Qatar Foundation abgelöst und Barcelona kassiert 30 Millionen Euro pro Jahr.

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages