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Nur noch drei Wochen bis zu Olympia +++ Badboys mit Auftaktsieg +++ Conference Finals stehen

Zur Zeit wird jedes Wintersportwochenende noch einmal genauer beobachtet. Aus jedem Weltcup werden Schlüsse für die Olympischen Spiele in Pyeongchang in drei Wochen gezogen: Wer ist bereits in Form, wer hat noch Luft nach oben und wer muss eventuell sogar verletzt aussetzen?

Im Biathlon ist Laura Dahlmeier auf einem guten Weg. Nach überstandener Erkältung muss sie sich beim Weltcup in Ruhpolding vor 25.000 Zuschauern im Schlussspurt nur der Finnin Kaisa Mäkäräinen geschlagen geben. Denise Herrmann landete mit Laufbestzeit auf Platz Fünf.

Bei der Shorttrack-EM in Dresden konnte lediglich Lokalmatadorin Anna Seidel überzeugen. Ihre Bronzemedaille im Einzel war das einzige Edelmetall für die DESG.

Im Eiskanal beim Bob-Weltcup in St. Moritz konnten sich die Fans über einen deutschen Doppelsieg freuen. Felix Lochner landete mit seiner Crew Sebastian Mrowka, Joshua Bluhm und Christian Rasp mit 0,14 Sekunden Vorsprung vor dem zweiten deutschen Bob um Francesco Friedrich im Ziel.

Auch Felix Loch ist zur Zeit in hervorragender Form. In Oberhof holte er seinen dritten Weltcup-Sieg in diesem Winter vor dem Russen Semjon Pawlischenko und seinem Teamkollegen Andi Langenhan.

Snowboarder Shaun White zeigte so kurz vor Olympia noch einmal seine ganze Klasse und legte in Aspen einen perfekten Lauf hin und kassierte mit 100 die Maximalpunktzahl in der Halfpipe.

US-Spielerinnen scheitern in Australien

Während die einen ihr Wintermärchen träumen, wird auf der anderen Seite der Welt bei den Australian Open Weltklasse-Tennis gespielt. Für drei US-Topspielerinnen ist nach dem ersten Tag aber bereits wieder Schluss. Vorjahresfinalistin Venus Williams, mit 37 Jahren die älteste Teilnehmerin im Feld, unterlag der Schweizerin Belinda Bencic mit 3:6, 5:7.

Auch Coco Vandeweghe, im vergangenen Jahr noch im Halbfinale in Melbourne, und US-Open-Siegerin Sloane Stephens sind bereits ausgeschieden. Für Stephens hält der Fluch an, es ist bereits die achte Niederlage in Folge nach ihrem überraschenden Erfolg im September.

Die deutsche Nummer eins Julia Görges und Mona Barthel konnten ihre Auftaktmatches deutlich gewinnen. Philipp Kohlschreiber hingegen muss sich nach einem kuriosen Match gegen den Japaner Yoshihito Nishioka geschlagen geben und darf bereits wieder nach Hause fahren.

Deutschlands Tennishoffnung Alex Zverev muss heute Nacht um 2:30 Uhr gegen Thomas Fabbiano. Angelique Kerber muss zur gleichen Zeit gegen ihre Landsfrau Anna-Lena Friedsam ran.

Deutsche Handballer siegen zum Auftakt

Bundestrainer Christian Prokop konnte zumindest im ersten Spiel die kritischen Stimmen nach seiner viel beachteten Nominierung verstummen lassen. Gegen den krassen Außenseiter aus Montenegro wäre alles andere als ein deutlicher Sieg für die Badboys aber auch eine Überraschung gewesen.

Das 32:19 (17:9) wollten nur 4.000 Zuschauer in der Arena Zagreb sehen, bei dem Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Toren bester DHB-Schütze vor Paul Drux mit fünf Treffern war. Darüber hinaus zeichnete sich wieder einmal Andreas Wolff mit tollen Paraden aus und überzeugte als sicherer Rückhalt.

Bereits in die Hauptrunde eingezogen sind Weltmeister Frankreich sowie Gastgeber Kroatien. Nach zwei Siegen in zwei Spielen ist den beiden Mitfavoriten ein Weiterkommen nicht mehr zu nehmen. Bangen müssen die Kroaten jedoch um Kiels Domagoj Duvnjak. Der Kapitän zog sich im Eröffnungsspiel gegen Serbien eine Wadenverletzung zu und steht nun sogar vor dem EM-Aus.

Vikings siegen in letzter Sekunde

Vor dem Superbowl in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar stehen nun erst einmal die Conference Finals fest. In der NFC stehen die Minnesota Vikings nach einem unfassbaren Finish und einem 29:24-Sieg in letzter Sekunde über die New Orleans Saints im Endspiel um die NFC Championship. Kurz vor Schluss drehte ein 61-Yard-Touchdown von Stefon Diggs das Spiel, in dem Minnesota eigentlich besser ins Spiel kam, im weiteren Verlauf aber ein 17:0-Vorsprung wieder her gab.

Im nächsten Spiel warten nun die Philadelphia Eagles auf die Vikings. Die Adler setzten sich mit 15:10 gegen die Atlanta Falcons durch und träumen vom ersten Titel seit 58 Jahren.

Die Titelverteidiger der New England Patriots sind auch in dieser Saison in bestechender Form und zogen nach einem überzeugenden 35:14 über die Tennessee Titans zum siebten Mal in Folge ins AFC-Final ein. Dort stehen auch die Jacksonville Jaguars, die überraschend über die favorisierten Pittsburgh Steelers mit 45:42 triumphierten.