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Der Prinz dankt ab

Lukas Podolski bestreitet heute sein letztes Länderspiel

Heute läuft Deutschlands wohl beliebtester Nationalspieler zum letzten Mal für „sein Land“ auf. Der gebürtige Pole Lukas Podolski steht wie kaum ein anderer für den Wandel, den es in den letzten dreizehn Jahren im deutschen Fußball gab.

Die Fans der Nationalelf werden sich ungern an die Europameisterschaft 2004 in Portugal erinnern. Während „König Otto“ mit Griechenland der ganz große Wurf gelang, scheiterte Deutschland kläglich in der Vorrunde. Mit dabei waren die beiden Youngster Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski. Ohne vorheriges A-Länderspiel wurde der damals 19-Jährige gemeinsam mit Kumpel Schweinsteiger von Bundestrainer Völler nominiert.

Podolski und Schweinsteiger gaben den deutschen Fans trotz des Ausscheidens Hoffnung auf die Zukunft.

Sieben große Turniere und 130 Spiele

Diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Denn Poldi überzeugte im DFB-Dress in dem nächsten Jahrzehnt und war dabei beliebt wie kein anderer Nationalspieler. Sympathisch, bodenständig und mit dem Herz auf der Zunge eroberte der „Kumpeltyp“ mit der Nummer 20 (später Nummer 10) Fußball-Deutschland.

Heute Abend gibt es nun das Abschiedsspiel des Nationalstürmers. Gegen England wird Podolski die Mannschaft als Kapitän anführen und sein 130. Länderspiel bestreiten (bisher 48 Tore). Er liegt damit hinter Lothar Matthäus und Miro Klose auf Rang drei der Fußballer mit den meisten Einsätzen im DFB-Dress.

Podolski lief bei vier Europameisterschaften (1x Vize, 2x Halbfinalist) und drei Weltmeisterschaften (2x 3. und Weltmeister 2014) auf und krönte die internationale Karriere 2014 in Rio mit dem langersehnten Titel. Auch wenn der 31-Jährige in den letzten Jahren kein Stammspieler mehr war, so blieb er trotzdem ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Seine gute Stimmung und sein Willen auch mal für nur 20 Minuten Gas zu geben, halfen der Mannschaft auch bis zum Schluss. In einem Interview gab er an, dass es für ihn eine Ehre war, zu dem Kreis der nominierten Spieler zu gehören.

Lukas Podolski – es war uns eine Ehre!