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Quo vadis DSV?

Deutsche Schwimmer enttäuschen bisher in Budapest

Bei den Olympischen Spielen gab es für den Deutschen Schwimmverband den Super-Gau. Keine Medaille und lediglich sieben Finalteilnahmen waren nicht im Geringsten das, was sich erhofft wurde. Ein Jahr später laufen aktuell die Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest.

Bei der letzten Austragung der Schwimm-WM standen die deutschen Schwimmer immerhin gleich sieben Mal auf dem Podium. Besonders erfolgreich waren dabei die Freiwasser-Schwimmer mit vier Medaillen. Doch in Budapest enttäuschen die deutschen Freiwasser-Schwimmer (nach dem Karriereende von Thomas Lurz) nach vier von sieben Entscheidungen. Bisher gab es lediglich eine Top-Ten-Platzierung. Die Hoffnung auf Besserung in den restlichen Wettbewerben ist eher gering.

Beckenschwimmer starten am Sonntag

Ab Sonntag beginnt dann das reguläre Schwimmen im Becken. Dabei hat der DSV drei heiße Eisen im Feuer. Die größten Medaillen-Hoffnungen ruhen auf Franziska Hentke und Philip Heintz. Die 28-Jährige geht als Weltjahresbeste über die 200m Schmetterling an den Start. Beendete sie das Finale von 2015 in Kasan noch auf Rang vier, macht sich Hentke nun  berechtigte Medaillen-Hoffnungen in Budapest. Bei Philip Heintz sind die Vorzeichen ähnlich. Als führender der Weltrangliste über die 200m Lagen möchte der 26-Jährige unbedingt aufs Podium schwimmen. Durch die Sperre des Serienweltmeisters Ryan Lochte gibt es keinen Top-Favoriten und somit wäre der Platz für Heintz frei.

Ebenfalls gute Karten für ganz oben hat Marco Koch. Vor zwei Jahren in Kasan krönte sich der Darmstädter zum Weltmeister über die 200m Brust. In Rio folgte dann allerdings ein eher enttäuschender siebter Rang und im Anschluss eine Trainingsumstellung. Ob sich diese bereits auszahlt, bleibt abzuwarten. Aber alles andere als eine deutliche Steigerung aller Athleten wäre eine Riesen-Enttäuschung.