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Schumis Kartbahn in Kerpen vor dem Aus

+++ Die Rennstrecke, auf der die Schumacher-Brüder fahren lernten, muss weichen +++

Häufig sprachen die Schumacher-Brüder Michael und Ralf von ihren Wurzeln als Rennfahrer auf der heimischen Kartbahn in Kerpen. Michael Schumacher drehte bereits im Alter von fünf Jahren seine Runden auf einem Vorläufer der Strecke und sprach später von "seinem Zuhause" Auch seinen Bruder Ralf zog es immer wieder auf den Asphalt. Nun ist das Aus für die 1107 Meter lange Kartbahn besiegelt. Ab 2020 soll sie dem Braunkohletagebau weichen, wie ein Sprecher des Energiekonzerns RWE Power mitteilte.

Zuvor hatten die Betreiber, die Bezirksregierung Köln und RWE Power jahrelang nach einem Ersatzgelände für das "Michael Schumacher Kart und Event-Center" gesucht - leider vergeblich. Nun geht es nur noch um die Einzelheiten des Verkaufs und die Terminierung der Übergabe des Geländes. Im Raum steht dabei der Oktober 2020. Dies könnte auch das Ende für den ansässigen Kart-Club Kerpen bedeuten, sollte nicht doch noch eine geeignete Ersatzfläche gefunden werden.

Die Strecke, die die Weltmeister machte

Im Oktober 2001 ging es auf der Strecke noch um die Weltmeisterschaft. Neben Rennen in Montreal (Kanada), Salbris (Frankreich), Sarno (Italien) und Mariembourg (Belgien) fuhren die Fahrer in Kerpen im letzten Rennen um den WM-Titel. Mit dabei neben dem amtierenden Formel-1-Weltmeister und Hausherren Michael Schumacher auch die damals in der Öffentlichkeit noch relativ unbekannten Nico Rosberg und Lewis Hamilton, beide gerade einmal 16 Jahre alt. Dass Hamilton damals vor einer großen Rennsportkarriere stehen würde, konnte man im Ansatz jedoch schon erahnen, wurde er doch vom damaligen McLaren-Teamchef Ron Dennis mit einem 10-Jahres-Förderungsvertrag ausgestattet. Weltmeister wurde damals übrigens der Italienier Vitantonio Liuzzi, der 2004 Formel-3000-Meister wurde und später von 2005 bis 2011 für verschiedenen Teams in der Formel 1 startete.