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Sensation auf der Streif

+++ Dreßen gewinnt das legendäre Hahnenkammrennen +++ So schafft die Handball-Nationalmannschaft noch das Halbfinale +++ Kerber erreicht Viertelfinale der Australian Open +++

Während sich in der Bundesliga fast alles um das Transfer-Theater Aubameyangs drehte, gab es am Wochenende zahlreiche erfreuliche Leistungen deutscher Athleten in der Welt des Sports:

Heute früh sicherte sich Angelique Kerber durch ihren Sieg (4:6,7:5,6:2) gegen Su-Wei Hsieh den Einzug ins Viertelfinale der Australien Open. Damit setzt die 30-Jährige ihre sensationelle Serie mit nun 13 Siegen in Folge fort. Durch ihren Sieg beim WTA-Turnier in Sydney und den beeindruckenden Ergebnissen vom Hopman Cup machte die Kielerin bereits deutlich, dass sie wieder auf dem Weg zu alter Stärke ist. Im Viertelfinale trifft sie auf die US-Amerikanerin Madison Keys.

Eine weitaus größere Sensation war der Sieg von Thomas Dreßen auf der Streif. Beim berühmtesten Skirennen der Welt gewann der 24-Jährige sensationell die Abfahrt und feierte dabei mit seinem ersten Welt-Cup-Sieg, ausgerechnet in Kitzbühel - der bisher größte Erfolg seiner Karriere. Und dabei brauchen Skirennfahrer in der Regel mehrere Jahre, um die Streif zu bändigen. Dreßen, der zuvor die Rennen eher schlecht als recht bestritt, war von Beginn an auf der richtigen Spur. Alle hatten sich schon damit abgefunden, dass der Schweizer Beat Feuz gewinnen würde, doch dann kam die Stratnummer 19. Thomas Dreßen vom SC Mittenwald zeigte es allen, obwohl er im Vorjahr in Kitzbühel im Steilhang gestürzt war und so heftig ins Netz gerauscht ist, dass es alle schüttelte, die danebenstanden.

Handballer müssen sich strecken

Nicht ganz so gut lief es für die deutschen Skispringer bei der Skiflug-Weltmeisterschaft. Während sich Richard Freitag nach seinem Sturz bei der Vierschanzentournee mit Rang drei im Einzelwettbewerb eindrucksvoll zurückmeldete, belegte die deutsche Mannschaft im Teamspringen einen doch eher enttäuschenden vierten Rang.

Ebenfalls mehr erhofft hatten sich die deutschen Handballer bei der EM in Kroatien. Beim Top-Spiel gegen Dänemark verlor der Titelverteidiger 25:26 und steht nun mit dem Rücken zur Wand. Den Einzug ins Viertelfinale können die „Bad Boys“ nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Gelingen Mazedonien zwei Siege aus den beiden letzten Spielen, ist Deutschlands letztes Spiel gegen Spanien unbedeutend. Falls es den Mazedoniern nicht gelingt, kann sich die DHB-Sieben mit einem Sieg über Spanien doch noch für das Halbfinale qualifizieren. Anwurf ist am Mittwoch um 20.30 Uhr.

Dabei müssen die Schützlinge von Bundestrainer Prokop auf Paul Drux verzichten. Der 22-Jährige hat sich bei der EM-Pleite gegen Olympiasieger Dänemark schwer am Knie verletzt. Der Nationalspieler der Füchse Berlin zog sich einen Meniskusriss im rechten Knie zu, wie eine MRT-Untersuchung in Zagreb ergab. Für Drux ist das Turnier damit beendet. Zum Glück hat sein Ersatzmann Julius Kühn gestern mit einer starken Leistung seine Form zurückgefunden.