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Sicherheitskonzept für die Europameisterschaft vorgestellt

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen sollen Anschläge verhindern

Das Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland am 13.11.2015 in Paris wird wohl vielen Sport-Fans traurig in Erinnerung bleiben. Denn an diesem Tag kam es in Frankreichs Hauptstadt zu Anschlägen, bei denen 130 Menschen ihr Leben verloren. Im Stadion konnte man während des Spiels Detonationen von Bomben hören. Im Anschluss an die Partie stürmten viele Zuschauer verängstigt auf das Spielfeld, auch die Mannschaften blieben die Nacht über im Stadion. Seitdem haben viele Fußball-Fans ein ungutes Gefühl, wenn sie an die Europameisterschaft in Frankreich, die in gut einem Monat startet, denken. Gestern präsentierte der Präsident des Organisationskomitees einen Teil des Sicherheitskonzeptes im deutschen Bundestag vor den Abgeordneten des Sportausschusses. Nach Aussagen von Jacques Lambert werde alles für die höchstmögliche Sicherheit getan.

Zwei Sicherheitsringe um die Stadien

Um die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen im und am Stadion zu verringern, wird es um die Stadien herum zwei Sicherheitsringe geben. Der erst Ring ist etwa 200 bis 300 Meter vom Stadion entfernt. In diesen Ring dürfen nur Personen mit gültigen Tickets oder besonderer Akkreditierung. Der zweite Stadionring ist dann unmittelbar am Stadion. Hier werden gründliche Personenkontrollen jedes Zuschauers durchgeführt und an wichtigen Stellen wird es Sicherheitsschleusen wie im Flughafen geben. Da diese Vorkehrungen sehr zeitintensiv sind, werden die Stadien bereits drei Stunden vor den Spielen geöffnet.

Ähnlich soll auch die Sicherheit auch den Fan-Meilen gewährleistet werden, wie genau dies umgesetzt werden soll, wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Autor: Michael Knüppel
Bilquelle: GettyImages