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St. Pauli setzt die Segel

+++ Der Fußball-Zweitligist FC St. Pauli gründet eigene Segelsparte +++

Am Mittwoch, den 10.01.2018 um 19:10 Uhr war es soweit. In der Weinbar im 1910-Museum auf der Gegengerade des Millerntor-Stadions fand die offizielle Gründungsversammlung der Segelabteilung im FC St. Pauli e.V. statt. Alles begann mit einer Facebook-Gruppe, die die 46-jährige Diplom-Sozialpädagogin Helga Numberger gründete. Die Initiatorin des Projekts arbeitet in Hamburg selbstständig als Karrierecoach und engagiert sich seit Ende August, das Segeln unter dem Mantel der Kiez-Kicker zu etablieren.

Segeln gegen rechts

Dabei hat Numberger, die seit mehr als 20 Jahren Mitglied beim Fußball-Club ist, erst im Sommer das Segeln für sich entdeckt und ist gerade dabei, einen Sportboot-Führerschein zu machen. “Ich habe mich ziemlich schnell gefragt, warum der FC St. Pauli eigentlich keine Segel-Abteilung hat”, schreibt sie in einem Aufruf zum Segel-Engagement. “Wir haben den Totenkopf, wurden mal „Freibeuter der Liga“ genannt, singen ständig vom Hafen und den Schiffen und Elbe bzw. Alster sind auch jeweils nur einen Steinwurf vom Millerntor entfernt“, erzählt sie dem Segelreporter.

Einen Mitstreiter erhielt sie im Ostsee-Fahrtensegler Erik Hauth, der eine Digitalmarketing-Agentur leitet und auf Zeit.de eine Kolumne über St. Pauli unterhält. Das Thema wurde natürlich schnell aufgergiffen. Trotz der großen Resonanz ist aber noch nicht klar, wo und wie die St.Pauli Segler aktiv werden wollen. Auch weil neue Liegeplätze für Boote in Hamburg schwer zu bekommen sind. Aber die Bewegung wird wahrgenommen und so haben sich schon einige Vereine gemeldet, die mit den Kiez-Seglern kooperieren und ihnen eine Heimat bieten wollen.

Die Fan-Zeitung “Übersteiger” berichtet, dass die Aktivitäten vom Kindersegellager, über Hand-gegen-Koje-Chartern, und dem Traditionssegeln bis zum Liga-Segeln reichen können. Mit Hilfe der Marketing-Agentur von Erik Hauth waren Logo und Motto auch schnell gefunden: „Unser Herz schlägt backbord“