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Sturz-Drama um Richard Freitag!

+++ Tournee-Sieg-Chancen für Freitag dahin - Andreas Wellinger neuer Zweiter in der Gesamtwertung +++

Nach zwei zweiten Plätzen während der Vierschanzentournee hat sich der deutsche Topspringer Richard Freitag heute auf dramatische Weise aus dem Rennen um den Tournee-Gesamtsieg verabschiedet. Die regnerischen und windigen Bedingungen auf der Bergiselschanze in Innsbruck wurden dem 26-Jährigen zum Verhängnis. Seinen Sprung auf über 130 Meter konnte Freitag nicht ordentlich zur Landung bringen, sodass sich beim Aufsprung die Skienden überkreuzten. Er stürzte nach vorne über und konnte wohl nur knapp mögliche schwerere Knieverletzungen vermeiden. Auch wenn Richard Freitag trotz der guten Weite den zweiten Durchgang erreicht hätte, konnte der DSV-Athlet aufgrund starker Schmerzen nicht noch einmal starten. Noch während des zweiten Durchgangs wurde der Sachse zur Kernspintomographie gebracht. Dort doll wohl vor allem seine linke Hüfte begutachtet werden, denn dort soll sich der größte Schmerz befinden.

Besonders tragisch: die Schanze am Bergisel ist eigentlich Freitags Lieblingsschanze, 2015 konnte er dort bereits jubeln. „Ich habe nur gute Erinnerungen, ich liebe die Atmosphäre. Hier ist es so richtig laut, das gibt mir einen Extra-Kick“, sagt der beste deutscher Springer vor dem Springen.

Im Gegensatz zu Freitag erwischten die anderen deutschen Elite-Springer einen guten Wettkampf: Andreas Wellinger machte einen sehr guten Eindruck und landete nach Sprüngen auf 133 und 126 Metern auf Platz 3. Markus Eisenbichler und Stefan Leyhe erreichten mit den Plätzen 8 und 9 ebenfalls gute Ergebnisse. Karl Geiger auf 12 und Youngster Constantin Schmid auf 26 rundeten das gute Mannschaftsergebnis ab.

Top10 des Tages aus Innsbruck.

Im Gesamtklassement der Tournee stehen die DSV-Adler nach nun 3 von 4 Springen auch ohne Richard Freitag sehr gut da: Andreas Wellinger schaffte durch seine starken Ergebnisse heute den Sprung auf Platz 2, Markus Eisenbichler als Gesamtsechster und Karl Geiger als Gesamtneunter liefern alle eine hervorragende Tournee ab.

Hannawald-Rekord durch Kamil Stoch in Gefahr

Ganz nebenbei schickt sich der Führende der Vierschanzentournee an, den bis jetzt einmaligen Rekord Hannawalds einzustellen. In der Saison 2001/02 schaffte es der deutsche Ausnahmeathlet als einziger Springer jemals alle vier Wettkämpfe bei der Tournee zu gewinnen. Kamil Stoch steht nach seinem heutigen Sieg schon fast als Tournee-Sieger fest, denn der Vorsprung auf Andreas Wellinger beträgt schon 64,5 Punkte. Doch trotzdem sollte der Pole weiter fokussiert bleiben, denn in Bischofshofen sind schon viele Springer am vierten Sieg im 4. Wettkampf gescheitert. Ob Richard Freitag selbst für einen Bruch der Siegesserie sorgen kann, ist noch unklar. So hofft Sven Hannawald und sicher auch ganz Sportdeutschland auf einen Sieg der nun größten deutschen Hoffnung, Andreas Wellinger.