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The Gipsy King will zurück auf den Thron

+++ Dopingsperre von Tyson Fury ist abgelaufen +++

Mit 29 Jahren hat Tyson Fury bereits alle Höhen und Tiefen des Boxsports erlebt. Dem größten Erfolg seiner Karriere folgte eine öffentliche Demontage. Nun will der Brite den Weltmeister Anthony Joshua boxen.

Am 28. November 2015 bestritt Fury seinen letzten und bisher bedeutendsten Boxkampf überhaupt. Beim 25. Erfolg im 25. Kampf besiegte er zur Überraschung vieler den bis dahin seit elf Jahren ungeschlagenen Wladimir Klitschko und läutete das Karriereende des Ukrainers ein.

Durch den einstimmigen Punktsieg krönte sich der Schwergewichtler zum Weltmeister der Verbände WBA, WBO, IBO und IBF. Da der Brite nicht gegen den IBF-Pflichtherausforderer antreten wollte, verlor er diesen Titel. Das große und erklärte Ziel war der Rückkampf gegen Klitschko und anschließen wollte „The Gipsy King“ seine Karriere beenden – doch es kam anders. Der Kampf kam nicht zu Stande. Zwei Termine wurden wegen gesundheitlichen Problemen abgesagt.

Kampf gut gegen böse?

Doch es wurde bekannt, dass Fury bereits Anfang 2015 positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet wurde. Darüber hinaus folgte im Oktober 2016 ein positiver Test auf Kokain, wodurch Fury die Boxlizenz entzogen wurde und er seine Titel ablegte.

Auch wenn Fury offiziell behauptet nie wissentlich und absichtlich gedopt zu haben, gilt er als Verfechter der Legalisierung des Dopings für eine höhere Chancengleichheit. Im Zuge der Überführung erklärte Fury öffentlich manisch depressiv zu sein und begab sich in Behandlung. Ein Karriereende wurde bereits mehrfach wiederrufen.

Während Anthony Joshua inzwischen das Schwergewichtsboxen dominiert, ist seit heute die zweijährige Sperre gegen den Briten abgelaufen. Das ist möglich, da diese vordatiert wurde. Sobald der ehemalige Weltmeister also wieder eine Boxlizenz hat, kann er wieder in den Ring steigen. Sein Wunschgegner steht mit seinem Landsmann Joshua bereits fest. Es wäre das bekannte Duell gut gegen böse mit einer mehr als eindeutigen Rollenverteilung.

Während Joshua als fairer Sportsmann und bodenständig gilt, machte Fury auch neben seinen Doping-Eskapaden regelmäßig auf sich aufmerksam. Immer wieder fiel er durch homophobe und antisemitische Aussagen negativ auf. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis der britische Super-Fight steigen wird.