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Tim Duncan beendet seine Karriere

In der Pre-Season wird in der NBA vor allem über Spieler-Trades berichtet. Aktuell wechseln die Superstars der Liga die Vereine und die NBA mutiert zur Söldnerliga. Beim Streben nach Geld und Erfolg kann Vereinstreue hinderlich sein. Tim Duncan ist der Gegenpart zu dieser Entwicklung - ein Sportler für Romantiker, die es honorieren, wenn ein Spieler seinem Club treu bleibt. Der 40-Jährige ist das Paradebeispiel eines vereinstreuen Spielers. 19 Jahre nachdem die San Antonio Spurs die Nummer 21 an erster Stelle gedraftet haben, beendet der Power Forward seine Karriere. Eine Karriere die ihn zu einer lebenden Legende gemacht und seine Spurs auf eine neue Ebene gehoben hat. Die Top 10-Plays seiner Karriere hier im Video:

In seiner ersten Saison wurde er zum „Rookie of the Year“ gewählt. Nur ein Jahr später holte „The Big Fundamental“ seinen ersten NBA-Titel und wurde Finals MVP.

Einer der größten Basketballer aller Zeiten

Zu dieser Meisterschaft gesellten sich in den Jahren 2003, 2005, 2007 und 2014 noch vier weitere NBA-Championships. Den deutschen Fans wird besonders der Titel von 2003 in Erinnerung geblieben sein, als die Spurs Dirk Nowitzki und seine Mavericks im Conference-Finale mit 4:2 besiegten. In den Jahren 2002 und 2003 wurde Duncan MVP der regulären Saison. Gemeinsam mit seinen kongenialen Teamkollegen Manu Ginóbili und Tony Parker bildete Kevin Duncan das mit 701 Siegen erfolgreichste Trio der NBA-Geschichte. Er ist der einzige Spieler in der NBA-Historie, der über 1.000 NBA-Siege feiern durfte. Darüber hinaus hat mit Kareem Abdul-Jabbar nur ein weiterer Spieler in der NBA mindestens 26.000 Punkte erzielt, 15.000 Rebounds geholt und außerdem noch 3.000 Blocks in seiner Karriere vorzuweisen. Der Tweet von den San Antonio Spurs zum Karriereende von Duncan sagt alles. „Neunzehn Spielzeiten, fünf Ringe, ein Team … Danke TD“.

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages