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Will Grigg’s (immer noch) on Fire

William Grigg belegt Platz 25 bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres

Es war die Hymne der Europameisterschaft in Frankreich, mit der Nordirlands Fans im Stadion und auch darüber hinaus für beste Stimmung sorgten. Die auf Mittelstürmer William Grigg umgedichtete Version von GALAs „Freed from Desire“.

Angepeitscht von ihren Fans schaffte es die Nationalmannschaft Nordirlands sensationell in das Achtelfinale und musste sich dort Wales geschlagen geben. William Grigg, der mittlerweile wohl bekannteste Spieler des Teams, kam dabei nicht zu einer Einsatzminute. Trotzdem wurde der Torschützenkönig aus Englands dritter Liga zu einem der Spieler dieser EM. Doch wer dachte, dass der Hype um den 25-Jährigen nun vorbei ist, hat sich geirrt. Denn William Grigg ist einer von insgesamt 37 Spielern, die bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres Stimmen erhalten haben. Hierbei dürfen Journalisten aus den 55 UEFA-Mitgliedsstaaten ihre Stimmen abgeben.

Auf einer Stufe mit dem zukünftig wohl teuersten Spieler der Welt

In dieser Liste befinden sich neben Grigg auch die deutschen Nationalspieler Thomas Müller, Manuel Neuer und Toni Kroos. Auf Platz 25 steht mit William Grigg aber tatsächlich ein Spieler, den vor der EM kaum jemand kannte. Wie kurios das ist, zeigt die Tatsache, dass der Nordire genauso viele Stimmen erhalten hat, wie Superstar Paul Pogba. Während Pogba in dieser Transferperiode wahrscheinlich zum teuersten Spieler der Welt wird, wechselte Grigg im letzten Sommer für "nur" 1,42 Millionen Euro vom FC Brentford zum ehemaligen Premier League-Verein Wigan Athletic, der in der Saison 2013/14 noch in der Europa League spielte und inzwischen in der League One (3.Liga) angekommen war. Er hauchte den "Latics" neues Leben ein. Mit 25 Toren in 40 Spielen wurde der Mittelstürmer nicht nur Torschützenkönig, sondern hatte auch erheblichen Anteil an Wigans Aufstieg in die zweitklassige Championship (Alle Tore der Saison seht ihr im Video).

Chancen auf den Titel bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres hat Grigg natürlich nicht, trotzdem ist dies wohl eine der Geschichten des Sportjahres 2016.

Autor: Michael Knüppel
Bildquelle: GettyImages