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Wimbledon so unvorhersehbar wie nie

Deutsche Tennisspieler gehören nicht zu den Favoriten

Heute startet in England der dritte Grand Slam der Saison. In Wimbledon ist dabei sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Spannung und Abwechslung garantiert. Auch aus deutscher Sicht können sich die Tennis-Fans durchaus auf ein interessantes Turnier freuen.

Bei den deutschen Herren liegen große Hoffnungen auf Alexander Zverev. Auch wenn es zum ganz großen Wurf wohl noch nicht reichen wird, kann der Hamburger durchaus für ein Ausrufezeichen sorgen. Spätestens im Viertelfinale wartet dann eine mögliche Meisterprüfung auf ihn, denn dort könnte er auf Roger Federer treffen. Mit etwas Wehmut begleitet wird der letzte Auftritt des Halbfinalisten von 2009 - Tommy Haas. Der 39-Jährige darf in seiner letzten Saison dank einer Wildcard nochmals in London an den Start gehen. Mit dem Qualifikanten Ruben Bemelmans (Das Duell ab etwa 15 Uhr auf Sky) hat er kein leichtes, aber ein durchaus machbares Los in Runde eins. Bei einem Sieg würde er dann wohl auf Stan Wawrinka treffen. Ein Duell auf dem Center Court wäre dann durchaus möglich und für ihn ein gelungener Abschluss in Wimbledon.

Bei den Damen ist der Fokus aus deutscher Sicht selbstverständlich auf die Nummer eins der Welt gerichtet. Auch wenn der Platz an der Sonne für Angelique Kerber eher Fluch als Segen zu sein scheint, sieht sie sich selbst wieder auf dem Weg zur alten Stärke.

Federer zum achten Titel?

Auch wenn für Kerber bei der Generalprobe in Eastbourne bereits im Viertelfinale Schluss war, hat die Finalistin des Vorjahres in einem extrem ausgeglichenen Feld ohne wirkliche Favoritin selbstverständlich alle Chancen. In Runde eins geht es am Dienstag gegen die Qualifikantin irina Falconi und vielleicht kommt mit einem überzeugenden Sieg ja wieder das Selbstvertrauen zurück.

Bei den Herren wird es ohnehin zum großen Showdown kommen. Top-Favorit Roger Federer gewann nach seiner Pause das Turnier in Halle und will sich mit dem achten Titel in seinem „Wohnzimmer“ zum alleinigen Rekordchampion krönen. Dazu ist Rafael Nadal in blendender Verfassung und auch Novak Djokovic meldete mit dem Turniersieg in Eastbourne seine Ambitionen auf den Titel an. Alleine der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Andy Murray kommt nicht so recht in Fahrt, aber der Heimvorteil und die damit verbundenen Erfolge und Emotionen vergangener Tage machen auch ihn zu einem der Topfavoriten. Im letzten Jahr schlug er Milos Raonic glatt in drei Sätzen im Finale.