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Zwischen Begeisterung und Krawall

Ultras unterstützen ihren Verein - egal wie

Über 18 Millionen Fans unterstützten in der vergangenen Saison ihre Vereine im Stadion. Die meisten davon friedlich. Doch es gibt auch gewaltbereite Fans. Seit Jahren wird über die Grenzen der Fan-Unterstützung gestritten: Das Zünden verbotener Pyrotechnik und gewalttätige Auseinandersetzungen mit anderen Fans sind Vereinen und viele friedlichen Fans ein Dorn im Auge. Bilder von vermummten Personen, durch Rauchbomben vernebelte Spielfelder oder Schlägereien vor Fußball-Arenen – immer öfter wird über Krawalle berichtet. Ein massives Polizeiaufgebot gehört mittlerweile zu jedem Fußballspiel dazu.

Wie schön Pyrotechnik im Stadion aussehen kann und wie beeindruckende Fangruppen das Stadion mit Gänsehaut bestücken, zeigt dieses Video mit den wohl 10 beeindruckendsten Fanszenen:

Ultras sind Hardcore-Fans: Sie brennen für ihren Verein und sind bei jedem Spiel dabei – egal ob zuhause oder auswärts. Im Gegensatz zu den Hooligans geht es ihnen um den Verein, nicht darum, sich zu prügeln oder zu messen. Mit Gesängen, Stadion-Choreografien und aufwändig gestalteten Transparenten heizen sie die Stimmung bei Fußballspielen ordentlich an und steuern in vielen Stadien die Fankurven.

Zwischen 10.000 und 20.000 Mitglieder hat die aus Italien kommende Ultrabewegung Schätzungen zufolge in Deutschland. Darunter gibt es Mini-Gruppen mit gerade mal einer Handvoll Anhänger ebenso wie Vereinigungen von beinahe 1000 Personen. Sie ist damit eine der größten Jugendbewegungen im Land.

Der überwiegende Teil der Ultra-Szene ist jung und männlich. Das Gruppengefühl und das Gemeinschaftserlebnis üben eine große Anziehung auf junge Leute aus. Wer sich einer Ultra-Gruppe anschließt, verschreibt sich voll und ganz seinem Verein.

Auch immer mehr Frauen gehen diesen Weg. Doch warum sie es so schwer haben im männerdominierten Fan-Dasein, seht ihr hier.