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Die Teddybären sind los!

+++ Eishockey-Fans werfen 27.000 Plüschtiere für einen guten Zweck aufs Eis. +++

Wenn die Tor-Sirene ertönt, fliegen die Teddybären aufs Eis! Das Teddybär-Werfen (englisch: „Teddy Bear Toss“) gehört beim Eishockey seit Jahren zum Kult-Programm. Meist um die Weihnachtszeit starten Eishockey-Klubs als aller Welt die beliebten Spendenaktionen. Wenn die Heimmannschaft den ersten Treffer erzielt, werfen die Zuschauer mitgebrachte Kuscheltiere auf die Eisfläche. Die Plüschbären werden von den Vereinen eingesammelt und anschließend an Einrichtungen für bedürftige Kinder und Familien verteilt.

Auch bei den Hershey Bears aus der American Hockey League (AHL) waren jetzt wieder die Bären los. Beim Match gegen die Wilkes-Barre/Scranton Penguins flogen im Giant Center sagenhafte 27015 Stofftiere auf die Eisfläche. Ein neuer Vereinsrekord. Die Helfer und Spieler hatten alle Hände voll zu tun, um die Flut von Kuscheltieren vom Eis zu schaffen und in Säcke zu verpacken. Damit haben die Fans des Eishockey-Klubs aus Pennsylvania in den letzten fünf Jahren mehr als 100 000 Kuscheltiere gespendet.

Als Erfinder des „Teddy Bear Toss“ gelten die Kamloops Blazers. Das kanadische Junioren-Team rief die ungewöhnliche Spendenaktion schon in der Saison 1993/94 ins Leben. „Die Jungs wollten der Gesellschaft etwas zurückgeben. Wir rechneten mit ein paar hundert Teddybären. Aber als Brad Lukowich das erste Tor erzielte, flogen plötzlich aus allen Ecken Plüschtiere aufs Eis“, erinnerte sich der damalige Marketing-Direktor der Blazers, Don Larson.

Das „Teddy Bear Toss“ sprach sich schnell herum und fand in den folgenden Jahren vor allem in den nordamerikanischen Hockey-Ligen Nachahmer. Heute fliegen auf der ganzen Welt die Bären. Selbst in Australien wird das Event als Teil des Kanada-Tages zelebriert. Den Weltrekord mit den meisten geworfenen Teddybären halten die Calgary Hitmen, deren Anhänger 2015 in einem Spiel 28815 Plüschtiere auf die Eisfläche warfen.

Auch in Deutschland ist das Teddybär-Werfen längst Kult. Zuletzt „regnete“ es bei den DEL-Klubs Adler Mannheim und den Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg jede Menge Stofftiere. In Nürnberg kamen Ende November beim Heimspiel gegen Straubing 4454 Plüschtiere und eine Spendensumme von 10 000 Euro zusammen. Ähnliche Aktionen starteten schon der EHC Freiburg in der DEL 2 und die Rostock Piranhas in der Oberliga Nord.