Water

The story beyond… »Lisa Andersen«

Inspiration und großes Vorbild einer ganzen Surf-Generation
Lisa
@andersenlisa, ©Instagram

Geburtsdatum
18.03.1969
Heimatstadt
Ormond Beach

California Girl

Lisa's Geschichte beginnt, als sie mit 13 Jahren mit ihrer Familie von New York nach Florida zieht und ihre Liebe zum Surfen entdeckt. Sehr zum Ärger ihrer Eltern, die Surfen mit Drogen- und Alkoholmissbrauch verbinden. Zu diesem Zeitpunkt ist sie das einzige Mädchen in ihrer Heimatstadt Ormond Beach, die mit einem Surfboard auf dem Wasser unterwegs ist. Surfen ist in den frühen Achtzigern nach wie vor ein Männer-Sport und so überraschte die junge Lisa den ein oder anderen Surfer am Strand mit ihrem smoothen aber gleichzeitig aggressiven Style. Im Alter von 16 Jahren kauft sich Lisa ein One-Way-Ticket nach Kalifornien und hinterlässt ihren Eltern einen Zettel: „Gone surfing“. Ihre erste Station ist Huntington Beach, wo sie sich als Kellnerin über Wasser hält und so manche Nacht am Strand verbringt. Sie gewinnt erste Amateur-Wettkämpfe, wird 3. bei den Amateur-Weltmeisterschaften und kämpft sich immer weiter nach vorn. 1987 erhält sie die Auszeichnung „Rookie of the year“. Doch trotz der ersten Erfolge fehlt Lisa die Disziplin und der Biss sich durchzusetzen. Sie ist immer wieder unkonzentriert bei Wettkämpfen und tief in ihrem Herzen merkt sie, dass sie immer noch das Highschool-Girl von nebenan sein möchte, das einfach nur rumhängt und eine gute Zeit auf dem Wasser hat.

»I want to surf like a guy«

Trotzdem bekommt Lisa 1992 ihren ersten Sponsoren-Vertrag von Roxy. Von diesem Moment an beginnen die Erwartungen an die junge Surferin zu wachsen und der Druck vor Sponsoren und Freunden gut zu performen steigt. Inspiriert durch die Surf-Weltmeisterin Floridian Frieda Zamba und dem Wunsch „wie ein Kerl zu surfen“ entwickelt sie ihren besonders kraftvollen und aggressiven Fahrstil. Anders als ihre weiblichen Mitstreiterinnen ist sie in der Lage ihre Geschwindigkeit besser zu kontrollieren und kann damit ihre ganze Kraft in die Turns legen. 1993 heiratet sie den brasilianischen Schiedsrichter der ASP World Tour Renato Hickel und wird schwanger. So lange es geht verheimlicht sie die Schwangerschaft, trainiert weiter und nimmt an Wettkämpfen teil. Nur 2 Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Erica steht sie schon wieder auf dem Surfbrett. Sie beendet das Jahr mit Platz 7 der Weltrangliste. Lisa selbst sagt, dass sie ab diesem Zeitpunkt eine andere, neue Sicht auf die Dinge bekam. Erica gibt ihr einen neuen Fokus und im Jahr 1994 gewinnt sie ihren ersten Weltmeister-Titel. Es sollen 3 weitere folgen.

Boardshorts machen Surfer-Girls

Lisa Andersen hat die Geschichte der Frauen im Surfsport maßgeblich beeinflusst. Sie gilt bis heute als Vorbild für viele Frauen ihrer und der darauffolgenden Generationen. Als Single-Mutter hat sie sich in einem Sport durchgesetzt, der bis dato den Männern vorbehalten schien. Lisa hat zwar nicht die Art und Weise verändert wie Frauen surfen, aber einen großen Teil dazu beigetragen wie sie wahrgenommen werden. Gemeinsam mit dem Surfwear-Label Roxy entwickelte sie die ersten Boardshorts für Frauen. 2007 veröffentlicht sie ihre Biografie „Fearlessness: The Story of Lisa Andersen“ und ist in zahlreichen Surf-Filmen zu sehen. Seit 2005 ist Lisa Andersen globale Markenbotschafterin von Roxy. Verfolge Lisa's herausragende Karriere weiter...

@AndersenLisa

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